Baselland - seit Jahren Pionierkanton beim Kindersport

In der Förderung des Kinder- und Jugendsports ist der Kanton Baselland schweizweit führend. Im Gegensatz zu Kantonen werden hier Kinder schon in den jüngsten Jahren gefördert. Verantwortlich für diese Förderung ist Hansjörg Thommen. Am Wochenende leitete er seinen 100. Kurs.

Hansjörg Thommen sitzt am Boden einer Turnhalle. Um ihn herum eine Gruppe Junger Kursteilnehmerinnen und Teilnehmer. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hansjörg Thommen leitet seinen 100. Kindersport-Kurs SRF

Mehr als 17 Jahre bevor das Bundesamt für Sport in Magglingen die ersten J+S-Kids-Kurse organisierte, bot das Sportamt des Kantons Baselland solche Kurse kantonal an. Hinter diesen Kursen stand vor allem ein Mann: Hansjörg Thommen.

Am Wochenende bildete er nun zum 100 Mal Sportinteressierte zu J+S Leitern und Leiterinnen aus. Trotz dieser stattlichen Zahl war dem Pädagogen, der an der Sekundarschule Frenkendorf unterrichtet, nichts von einem Nachlassen seiner Faszination anzumerken. Er begrüsste die 60 Teilnehmer mit den Worten: «Ich möchte euch anstecken, anstecken mit der Faszination für die Welt des Kindersports.»

«  Ich möchte euch anstecken, anstecken mit der Faszination für die Welt des Kindersports. »

Hansjörg Thommen
Ausbildner

In dieser Welt sei es wichtig, dass die Kinder nicht in den herkömmlichen Disziplinen wie Fussball, Judo oder Leichtathletik gefördert würden. «Das Spiel ist zentral. Im Spiel entwickeln die Kinder Freude. Und wenn sie Freude haben, dann lernen sie auch.»

Hansjörg Thommen steht vor einer Wand. In der einen Hand hält er einen Federball, in der anderen eine WC Rolle. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hansjörg Thommen mit einem seiner selbst entwickelten Spielen. SRF

Getragen werden die Kurse vom Sportamt Baselland. Thomas Beugger, Leiter des Sportamtes, sieht heute neue Aufgaben auf das Amt zukommen. «Wir stellen fest, dass die Gruppe der 30 bis 44 jährigen abhängt. Sie treten aus den Vereinen aus und hören auf Sport zu betreiben.» Oft seien dies Frauen, die neben Kinderbetreuung, beruflicher Belastung und Haushalt das Leben in den Vereinen nicht mehr tragen könnten.

Hier möchte Beugger nun ansetzen. Mit Kursen während des Tages möchte er diese Frauen wieder erreichen und zu mehr Bewegung bringen. Aber auch bei den Vereinen sieht Beugger Handlungsbedarf. Freiwilligenarbeit sei nicht mehr in. «Wir beraten Vereine, wenn sie zum Beispiel personell in Probleme kommen.»

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)