Basellandschaftliche Kantonalbank taucht in «Panama Papers» auf

Rund fünf Wochen nach den ersten Berichten über die «Panama Papers» macht das Internationale Konsortium Investigativer Journalisten (ICIJ) die Rohdaten über die schier endlosen Briefkastenfirmen öffentlich. Mindestens eine Spur führt auch in die Region.

Jemand läuft vor dem Logo der Basellandschaftlichen Kantonalbank durch. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In den «Panama Papers» taucht auch die Basellandschaftliche Kantonalbank auf. Keystone

Laut den Daten des Internationalen Konsortiums Investigativer Journalisten (ICIJ) hat die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) Beziehungen zur Organisation «Nitton Management S.A.» gepflegt, die in Panama domiziliert ist. Bei der Organisation handelt es sich vermutlich um eine sogenannte Offshore-Firma. Online finden sich keine Angaben zu besagter Organisation.

Monika Dunant, Sprecherin bei der BLKB, sagt: «Diese Firma gehört seit Ende 2010 nicht mehr zu unseren Kunden.» Die Bank wolle keine Geschäfte machen, die man nicht verstehe, ergänzt Dunant.

Die «Panama-Papers»

Der Fundus der sogenannten «Panama Papers» umfasst 11.5 Millionen Dokumente. Die Unterlagen deckten viele illegale Geschäfte über Briefkastenfirmen auf. Auch zahlreiche Schweizer Konzerne sind daran beteiligt. Die «Panama Papers»-Recherchen basieren auf einem Datenleck bei der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca. Der Datensatz wurde der «Süddeutschen Zeitung» anonym zugespielt. Sie teilte die Daten mit dem Internationalen Konsortium investigativer Journalisten (ICIJ).