Basler BVB bauen im Eiltempo

Um Kosten zu sparen und die Arbeiter zu schützen etablieren die Basler Verkehrsbetriebe eine neue Methode: Künftig soll nicht bei laufendem Betrieb gearbeitet werden. Neu wollen Streckenabschnitte gleich ganz gesperrt werden.

Bauarbeiten in Basel: Auf den Tramschienen sieht man Baufahrzeuge, anstatt Trams. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Streckensperrungen wie hier beim Marktplatz sind zwar lästig, dafür sind die Behinderungen schneller wieder vorüber. Keystone

2016 stehen bei den Basler Verkehrsbetrieben (BVB) besonders viele Gleiserneuerungen an. Dies, weil in den vergangenen Jahrzehnten zu wenig Geld in das Streckennetz gesteckt worden sei, sagt BVB-Direktor Erich Lagler. Anstatt 12 Millionen Franken müsse in den kommenden Jahren jeweils etwa das Doppelte in die Infrastruktur investiert werden.

Lieber zwei Wochen sperren statt vier Wochen ausweichen

Langwierige Baustellen und Tram-Behinderungen könnten die BVB umgehen, sagt Lagler. Denn die BVB setzt auf eine neue Baumethode: Gebaut werden soll schneller, indem die Arbeiten nicht mehr bei laufendem Betrieb durchgeführt werden.

Lagler zieht die Vollsperrung ganzer Abschnitte vor: «So können wir beispielsweise am Aeschengraben doppelt so schnell bauen wie bei laufendem Betrieb.» Die 325 Meter lange Strecke zwischen den Haltestellen Bahnhof SBB und Aeschenplatz will die BVB in knapp zwei Wochen erneuern. «Mit der bisherigen Methode hätten wir dafür etwa vier Wochen gebraucht», sagt Lagler.