Basler Fasnacht steht im Zeichen des Amtschimmels

Das beliebteste Sujet am Cortège sind die Basler Behörden. Die Fasnächtler nehmen die Baustellen und Verbote in der Stadt aufs Korn. Kein Thema sind die Affären um die Basler Verkehrsbetriebe und die Regierigsräte, die Honorare in die eigene Tasche steckten. Für diese Themen war die Zeit zu knapp.

Gugge in der Greifengasse. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Cortège 2013 in der Greifengasse. SRF

Unzählige Baustellen in Basel sowie umstrittene Hochhauspläne sind die Topthemen der Cliquen an der Basler Fasnacht 2014. Häufiges Sujet sind auch die Behörden, wobei das Bewilligungswesen und neue Verbote besonders aufs Korn genommen werden.

An der diesjährige Fasnacht werden viele lokalen Themen ausgespielt, sagte Comité-Obmann Christoph Bürgin am Freitag vor den Medien. Aufgrund der Cliqueneinträge im neu erschienenen Fasnachtsführer «Rädäbäng»erwartet er eine «bissige und kritische Fasnacht».

Insgesamt entdeckte Bürgin 150 verschiedene Sujets. Zu den Spitzenthemen gehört dabei auch die Spionagetätigkeit mit entsprechender Datensammlung gewisser Regierungen. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger biete der jetzige Papst aber kein fasnächtliches Sujet mehr, sagte Bürgin weiter.

Weniger Gruppen als früher

An der kommenden Fasnacht werden am Cortège 466 Einheiten teilnehmen; dies sind 21 weniger als im Vorjahr. Vor allem kleinere Gruppen seien verschwunden, sagte Bürgin. Er rechnet deshalb damit, dass die Gesamtzahl der aktiven Fasnächtler gleich bleibt. Diese liegt bei rund 11'200 Personen.

Die Basler Fasnacht, die am am 10. März beginnt und drei Tage dauert, steht unter dem Motto «Gäll, blyb suuber». Dabei geht es um die vielen Affären, die in den letzten Wochen in der Region bekannt geworden sind. Für die Cliquen, die im Herbst ihr Sujet auswählen, kamen diese Ereignisse jedoch zu spät. Die 70 Schnitzelbank-Formationen werden jedoch die Affären dankbar aufnehmen.