Basler Grünliberale schicken Martina Bernasconi in den Wahlkampf

Lukas Engelbeger (CVP) kriegt im Wahlkampf weitere Konkurrenz. Neben Thomas Egloff (SVP) wollen nun auch die Grünliberalen den Sitz der CVP in der Regierung angreifen. Die GLP schickt Grossrätin Martina Bernasconi ins Rennen um die Nachfolge von Carlo Conti.

Martina Bernasconi bei der Pressekonferenz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Grünliberale Grossrätin Martina Bernasconi stellte sich den Medien vor. SRF

Am Wochenende hatte die GLP zu einer Medienkonferenz zum Thema Regierungswahlen geladen, seit dann wurde spekuliert, wen die Grünliberalen ins Rennen schicken. Am Mittwochmorgen liessen nun die Grünliberalen die Katze aus dem Sack und stellten eine eigene Kandidatin vor.

Dass sich Martina Bernasconi als Kandidatin im Unternehmen Mitte vorstellte, war Programm: Die GLP sieht sich und ihre Wahlchancen klar in der politischen Mitte. Die Kandidatin selber positionierte sich als überzeugte Liberale mit ökologischen Ansprüchen. Schon als sie Ende der 90er Jahre für die linke Frauenliste im Grossrat sass, sei sie wegen ihren liberalen Überzeugungen immer wieder kritisiert worden.

Seit 2009 sitzt die 48-jährige Martina Bernasconi nun für die GLP im Grossen Rat. Dass die Partei mit einem Wähleranteil von 5 Prozent nicht unbedingt Anspruch auf einen Regierungssitz habe, relativierte Partei-Präsident David Wüest-Rudin. «Regierungssitze sind keine Parteisitze und es gibt kein Anteilrecht», so Rudin an der Medienkonferenz. Vielmehr müsse man das Gesamte sehen: dass alle Lager vertreten sind auch punkto Berufen und vor allem Geschlecht Diversität herrsche.

Pepp und Kompetenz

Martina Bernasconi versteht ihre Kandidatur jedoch nicht einfach als Frauenkandidatur. Sie bringe neben ihrem Frausein verschiedene weitere Qualifikationen mit, sagt sie im Interview mit dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. «Mit mir käme Pepp und Kompetenz in die Regierung», verspricht sie.