Basler Kantonalbank: Früher war alles schlechter

Die Basler Kantonalbank (BKB) blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Die neue Philosophie zahle sich aus. Auf das Ergebnis drückten allerdings die Kosten für die Einigung im Steuerstreit mit Deutschland. Im Steuerstreit mit den USA hofft die Kantonalbank auf eine Einigung in diesem Jahr.

Logo der Kantonalbank Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hofft auf eine Einigung im Steuerstreit bis Ende Jahr: Basler Kantonalbank. Keystone

Der Konzern-Gewinn der BKB stieg um 13 Prozent auf 227,1 Millionen Franken Ohne die Kosten von knapp 40 Millionen für die Einigung mit Deutschland wäre der Gewinn um ein Drittel gestiegen. Vom höheren Gewinn profitiert auch der Kanton Basel-Stadt als Kapitalgeber: Die BKB liefert ihm 70 Millionen Franken ab, rund 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

«Ich bin sehr zufrieden mit dem Jahr 2015», sagt Guy Lachappelle, Direktionspräsident der BKB. Die neue Philosophie der Bank sei ein Erfolg. «Wir sind konservativer geworden.» Die Bank sei seit Ende 2015 «sauber» und habe die Weissgeldstrategie weitestgehend umgesetzt. Zudem habe die Bank die Risiken reduziert und das Kapital erhöht «Wir sind nun sehr solide», ist Lachappelle überzeugt. Man habe aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und entsprechende Konsequenzen gezogen. «Wir konnten die meisten Altlasten hinter uns lassen.» Das Vertrauen der Kunden wieder zu gewinnen, sei jedoch ein laufender Prozess.

Noch offen ist der Steuerstreit mit den USA. Die Bank machte hierfür Ende 2013 eine Rückstellung von 100 Millionen Franken. «Das reicht», sagt Lachappelle. Er geht davon aus, den Fall im laufenden Jahr abschliessen zu können.

(Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr)