Basler Spital-Verantwortliche sind besorgt

Der Ausgang der Abstimmung über die SVP-Masseneinwanderungs-Initiative sorgt für eine gewisse Verunsicherung - zum Beispiel im Basler Uni-Spital, wo fast de Hälfte aller Mitarbeiten einen ausländischen Pass haben.

Zollübergang Burgfelden, im Vordergrund eine rot-weisse Abschrankung. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zoll Burgfelden: Die Grenze ist seit Sonntag wieder höher geworden. Keystone

Statt der geltenden Personen-Freizügigkeit soll es wieder Kontingente für die verschiedenen Berufszweige geben: diese Konsequenz der SVP-Initiative beunruhigt auch die Spitäler.

Im Basler Uni-Spital (USB) hat die Hälfte der Ärztinnen und Ärzte und des Pflegepersonals einen ausländischen Pass. «Wir sind besorgt über das Resultat der Abstimmung», sagt Mario da Rugna, Leiter des Personal-Bereichs und Mitglied der Geschäftsleitung im USB, gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Konkret gehe es jetzt darum, der Politik aufzuzeigen, dass es für die Spitäler grosszügige Lösungen bei der Umsetzung brauche, sagt Mario da Rugna. In dieser Diskussion werde man sich rechtzeitig positionieren, möglicherweise auch in der Zusammenarbeit mit grossen Spitälern in anderen Städten.

Angst vor Abwanderung des Personals

Zwischen den Zeilen ist beim USB-Personalchef aber auch eine gewisse Angst auszumachen: dass nämlich Mitarbeitende aus Unsicherheit über die Zukunft schon jetzt eine andere Stelle suchen könnten: «Wir wollen verhindern, dass bei uns Arbeitende jetzt die falschen Schlüsse ziehen.» Darum wolle man auch nächstens ein Signal setzen - ein Signal, dass die Wertschätzung für die geleistete Arbeit im Spital gross sei: «Bei uns arbeiten Menschen aus 75 Ländern, diese Vielfalt ist eine grosse Stärke.»