Basler SVP und CVP auf Konfrontationskurs

Die Basler SVP greift die CVP an. Am Dienstag gab die Partei bekannt, dass sie den Sitz der CVP mit einem eigenen Kandidaten erobern will. Damit nicht genug: Bei der Präsentation des Kandidaten liess SVP-Präsident Sebastian Frehner kein gutes Haar an der CVP.

Frehner und Egloff an einem Tisch, Frehner liest vor. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: SVP-Präsident Sebastian Frehner und der designierte SVP-Regierungskandidat Thomas Egloff. SRF

«Die Zusammenarbeit mit der CVP ist immer nur eine Einbahnstrasse», sagte SVP-Parteipräsident Sebastian Frehner am Dienstag rückblickend auf die letzten Wahlen. Frehner spracht jedoch auch eine mögliche Zusammenarbeit der Bürgerlichen bei den nächsten National- und Ständeratswahlen im 2015 an. Er habe in den letzten Wochen das Gespräch gesucht mit den anderen bürgerlichen Parteien FDP, LDP und CVP, dabei wollte die CVP keine verbindliche Zusage für eine Zusammenarbeit geben.

Dies bestätigt CVP-Parteipräsident Lukas Engelberger gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Feste Zusagen seien derzeit nicht möglich und nach der Abstimmung über die Masseneinwanderungsinitiative schwierig. Diese Abstimmung sei, sagt Engelberger, ein Thema, «bei dem Unterschiede sichtbar geworden seien in der Weltanschauung zwischen CVP und SVP». Es sei nicht realistisch, nach dieser Abstimmung an einer Parteiversammlung eine dauernde Listenverbindung mit der SVP durchzubringen.

Zurückhaltung ist auch bei der FDP zu spüren. Parteipräsident Daniel Stolz sagt, es gäbe keine verbindlichen Zusagen an die SVP für die nächsten Wahlen im Herbst 2015. «Es gibt noch keinen Grund, dass man einen solchen Entscheid schon heute fällen muss», so Stolz.

Von Freude auf eine gemeinsame bürgerliche Zukunft ist derzeit weder bei der FDP und erst recht nichts bei der CVP etwas zu spüren.