Bei Windrädern kollidieren grüne Grund-Anliegen miteinander

Ein Podium in Zeglingen zeigt Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zwischen Naturschützern und den Initianten von Windrädern auf der Jurahöhe auf.

Ein breiter Tisch, dahinter sechs Diskussions-Teilnehmer, eine Frau und fünf Männer Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede aufgezeigt: das Podium in Zeglingen zum Thema «Windräder». SRF

Windkraft-Anlagen, wie sie beispielsweise der Strom-Betreiber EBL auf den Jurahöhen erstellen will, gelten eigentlich als «saubere» Energie. Für Natur- und Vogelschützer aber sind sie alles andere als umstritten. Das zeigte sich auch an einem gut besetzen Podium in Zeglingen.

Kantonsplaner spricht von «Waffenstillstand»

Auf diesem Podium räumte andererseits etwa Susanne Brêchet vom Baselbieter Natur- und Vogelschutz ein, auch wenn Windräder beispielsweise für Vögel gar nicht optimal seien, müssten von ihrer Organisation in dieser Frage Kompromisse eingegangen werden.

Der Baselbieter Kantonsplaner Martin Kolb sprach auch im Hinblick auf vier mögliche Standorte von Windrädern und Windparks auf den Jurahöhen von einem gegenwärtigen «Waffenstillstand» zwischen Naturschützern und Stromproduzenten. Wieviel der wert sei, zeige sich, wenn ein konkretes Projekt auf dem Tisch liegen würde, so Kolb.

Details noch nicht bekannt

Immerhin bekannte auch Urs Steiner, der CEO der Elektra Baselland EBL, welche die Windräder betreiben möchte, gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF: «Ich habe mir die Aufgabe heute Abend schwieriger vorgestellt.»

Offen bleiben muss allerdings auch nach dem gut besuchten Anlass im «Rössli» in Zeglingen, was die Bevölkerung über das Projekt denkt: Das wissen im Detail weder die Naturschützerinnen noch die Strom-Betreiber.