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Beizenschliessung im Hafen Kanton nimmt Stellung

Wegen drei Lärmklagen müssen drei Zwischen-Nutzungsprojekte im Hafen schliessen. Der Kanton verteidigt sich.

Seit 2014 werden gewisse Areale im Hafen zwischengenutzt. Den Zwischennutzungsvertrag mit dem Kanton hat der Verein Shift Mode abgeschlossen. Dieser wiederum ist mit den einzelnen Projektträgern auf dem Hafenareal Nutzungsverträge eingegangen.

Unbekannte Lärmquellen

Der Zwischennutzungsvertrag mit dem Kanton sieht freilich vor, dass wenn mehr als drei Lärmklagen eintreffen, der Kanton den Vertrag mit Shift Mode auflösen kann. In den vergangenen drei Monaten ist das nun eingetreten. Dem Verein Shift Mode drohen Bussen von bis zu 20 000 Franken.

Um weiteres Ungemach abzuwenden, hat Shift Mode die Mietverhältnisse mit den Pächtern gekündigt. Die Vertreter von Shift Mode zeigen sich freilich auch enttäuscht über das Verhalten des Kantons: Obwohl die Lärmklagen seit Juli tröpfchenweise beim Amt für Umwelt und Energie AUE eingegangen sind, sei Shift Mode vom Kanton erst kürzlich darüber informiert worden. Shift Mode habe gar keine Möglichkeit gehabt, allfällige Lärmimmissionsquellen zu beseitigen.

Kanton nimmt Stellung

Das Amt für Umwelt und Energie AUE, dem die Lärmfachstelle unterstellt ist, weist den Vorwurf zurück. Man habe die drei Abmahnungen dem Verein Shift Mode zugestellt, jeweils bald nachdem das Lärmereignis stattgefunden habe. Es sei falsch, dass Shift Mode die Abmahnungen erst jetzt und alle drei auf einmal erhalten habe, sagt Matthias Nabholz vom Amt für Umwelt und Energie AUE auf Anfrage des «Regionaljournal Basel» und präzisiert: Die Abmahnungen seien bereits im September gestaffelt verschickt worden. Man überlege sich nun, ob man Shift Mode verzeigen werde.

Lärmprobleme seit 3 Jahren

Lärmprobleme gebe es, seit die Zwischennutzung auf dem Hafenareal 2014 gestartet sei, sagt Nabholz weiter. Bislang habe man auf eine Anzeige verzichtet. Jetzt überlege man sich hingegen, diesen Schritt zu unternehmen.

Das Hafenareal ist für den Stadtentwickler Lukas Ott vom Präsidialdepartement aber mehr als nur ein Ort, wo sich Menschen amüsieren können. «Der Hafen ist mit den Zwischennutzungen zu einem Experimentierfeld geworden, zu einem Ort, wo man Sachen ausprobieren kann», sagt Ott. «Es sind Projekte, die in die Zukunft weisen.» Dass sich Shift Mode und das AUE in die Haare geraten sind, ist nicht im Sinne des Stadtentwicklers. Lukas Ott sagt: «Ich hoffe, dass sich jetzt alle Beteiligten zusammen setzen und niemand etwas tut, was er danach bereut.»

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