«Bild des einsamen Forschers im stillen Kämmerlein ist falsch»

Das Departement Biomedizin der Uni Basel lud die Bevölkerung am Samstag zum «Tag der Biomedizin». Interessierte konnten sich dabei ein Bild machen über die Tätigkeit der Forscher. In rund sieben Jahren werden die verschiedenen Standorte auf dem neuen «Campus Schällemätteli» zusammengefasst.

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Bildlegende: Radek Skoda, Leiter des Departements Biomedizin der Universität Basel im Labor an der Hebelstrasse. SRF/Benedikt Erni

Rund 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt das Departement Biomedizin der Universität Basel. Geforscht wird hier in vier verschiedenen Schwerpunkten: Onkologie und Krebsforschung, Stammzellen und regenerative Medizin, Immunologie und Infektionskrankheiten sowie auf dem Gebiet der Neurobiologie.

«Wie entstehen Krankheiten, wie kann man sie besser diagnostizieren und behandeln», mit diesen Fragen beschäftige man sich in der Biomedizin, erklärt Radek Skoda, Leiter des Departements Biomedizin.

Schweizweit einzigartig sei, dass in Basel Grundlagenforschung mit der klinischen Forschung und der Anwendung verbunden ist. Es wird also nicht nur im Labor geforscht, sondern direkt auch am Patienten. Diese Verbindung zahlt sich offenbar aus: «Basel zählt zu dem 50 bis 70 besten Unis der Welt in der medizinischen Forschung», erklärt Radek Skoda.

Aus fünf mach eins

Ein Nachteil in Basel ist jedoch, dass das Departement für Biomedizin an fünf Standorten in der ganzen Stadt verteilt ist. Dies soll sich spätestens im Jahr 2023 ändern. Dann soll der projektierte Neubau des Departements auf dem «Campus Schällemätteli» bezugsbereit sein.

Die Kosten für den Neubau unmittelbar neben dem Biozentrum belaufen sich auf rund 240 Millionen Franken. Für die Forschung sei die räumliche Nähe und die damit verbundenen direkteren Kommunikationswege sehr wichtig betont Radek Skoda: «Das Bild des Wissenschaftlers, der einsam im stillen Kämmerlein etwas bastelt, ist völlig falsch.»