BVB ziehen Konsequenzen aus ihrer Krise

Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) haben nach der Krise an der Unternehmensspitze ihre Geschäftsleitung neu organisiert. Zudem wird unter anderem die Beschäftigung von Familienangehörigen streng geregelt.

Fasnachtswagen in BVB-Grün. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die BVB-Krise lieferte viel Stoff für die Fasnacht. SRF

Der Bereich Corporate Services wird in die zwei Bereiche Finanzen sowie Personal & Recht aufgeteilt. Die Aufteilung solle sicherstellen, dass die Verantwortlichkeiten für Personalfragen wie auch für Rechts- und Compliance-Fragen wieder direkt in der Geschäftsleitung vertreten sind, begründet die BVB den Schritt. Der Bereich Kommunikation & Public Affairs soll mit beratender Stimme an der Geschäftsleitung teilhaben.

Strengere Regeln

Der Verwaltungsrat hat zudem Empfehlungen aus dem Bericht der kantonalen Finanzkontrolle umgesetzt. Diese hatte im Dezember die Missstände bei den BVB untersucht. Sie hielt unter anderem BVB-Führungspersonen das Nichteinhalten von Regelungen oder mangelnde Sensibilität in der Mittelverwendung vor. Das führte unter anderem zum Abgang von Verwaltungsratspräsident Martin Gudenrath und Direktor Jürg Baumgartner. Zudem kündigte kürzlich Vizedirektor Franz Brunner seinen Weggang an.

Der Verwaltungsrat hat nun Eckwerte für die Beschäftigung von Familienangehörigen von BVB-Mitarbeitenden festgelegt, die an enge Regeln geknüpft sind. Zudem hat der Verwaltungsrat im Einvernehmen mit der Personalkommission ein Reglement für Telearbeit erlassen, das sich stark an die kantonale Verordnung anlehnt.