Das älteste Haus in Therwil soll weg

400 Jahre lang stand ein Haus am Hinterweg in Therwil. Die Quartierplanung sieht nun aber an dieser Stelle einen Neubau vor. Die Baselbieter Archäologen bedauern den Abriss. Das Gebäude sei «ein eindrücklicher Zeitzeuge» des 16. Jahrhunderts. Die Befunde werden nun gesammelt und zu Papier gebracht.

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Bildlegende: Das Haus aus dem 16. Jahrhundert soll einem modernen Bau weichen. Archäologie Baselland

Für die Dorfplaner ist das Haus ein Schandfleck, für die Archäologen eine Schatzkiste. Das älteste Haus in Therwil stand zuletzt lange leer. 2006 wurde der Anbau nämlich durch einen Brand zerstört. Nun soll das Gebäude der Zentrumsentwicklung zum Opfer fallen. Der Quartierplan «Löwen» sieht hier einen «prägnanten Abschluss» der Bahnhofsstrasse vor.

Alle Befunde sammeln

Die Archäologie Baselland schreibt in einer Mitteilung: «Der Abbruch dieses einzigartigen Objekts ist sehr zu bedauern.» Um die wertvollen archäologischen Erkenntnisse zu erhalten, dokumentieren die Archäologen nun alle Befunde über die vergangenen Veränderungen und Zerstörungen in Papierform. Dies gäbe Auskünfte über längst vergangene Lebensweisen «und ermöglicht die Rekonstruktion ganzer Hausbiografien», schreiben die Archäologen.