Datenschutz erlaubt IWB die Nutzung der intelligenten Stromzähler

Bisher durfte die IWB mit den «smart meter» nicht mehr messen, als mit den alten Stromzählern. Dies, weil die rechtliche Grundlage dafür fehlte. Nun aber hat der Basler Datenschützer grünes Licht gegeben für eine weiterführende Nutzung. Neu darf die IWB pseudonymisierte Lastgangdaten erheben.

Stromzähler Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die intelligenten Stromzähler sind in 35'000 Basler Haushalten eingebaut worden. Keystone

35'000 Stromzähler wurden in Basel-Stadt durch die neuen «smart meter» ersetzt. Können die IWB mit diesen neuartigen Messgeräten kontrollieren, welches Fernsehprogramm ich schaue oder ob ich einen vollen Kühlschrank besitze? Solchen Befürchtungen traten die IWB-Verantwortlichen an einer Medienkonferenz am Freitagmorgen entgegen.

Die IWB darf neu sogenannte Lastgangdaten erfassen. Dies geschehe aber pseudonymisiert und verschlüsselt, versichtert Markus Küng, Leiter Netze bei der IWB. Rückschlüsse auf einzelne Kunden seien nicht möglich.

Für die IWB bedeutet dies aber, dass sie den Stromverbrauch in Basel genauer analysieren kann. Sie sieht nicht nur, wie viel Strom insgesamt in Basel verbraucht wird, sondern kann den Bedarf in einzelnen Quartieren oder Strassen genauer ermitteln. Dadurch kann sie die Effizienz erhöhen.

Persönliches Stromprofil möglich

Zukunftsmusik ist, dass die IWB den Kunden ein personalisiertes Stromprofil anbieten kann. Der Kunde müsse dafür freiwillig auf die Pseudonymisierung verzichten, so Küng im «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Der Kunde könne dann eine detaillierte Auflistung bestellen, wann er wofür wie viel Strom braucht und wo er sparen könne. Wie dies genau abgewickelt werden soll, ist aber noch in der Entwicklung. Die rechtliche Grundlage für diesen Schritt hat die IWB jedoch bereits.