Die Arbeitsbedingungen sind auch an der Baselworld 2014 ein Thema

Die Aufbauarbeiten für die weltgrösste Uhren- und Schmuck-Messe Baselworld haben schon begonnen. Und damit zeigt es sich, dass die Arbeitsbedingungen der Standbauer auch in diesem Jahr wieder ein Thema werden - wie schon im 2013.

Zwei Gewerkschaftsvertreter sitzen am Tisch auf dem Messeplatz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gewerkschaftsvertreter (rechts Hansueli Scheidegger) schildern die Arbeitssituation bei der Baselworld aus ihrer Sicht. SRF

Was 2013 passiert sei, das dürfe sich in diesem Jahr nicht wiederholen. Das sagt der Co-Leiter der Gewerkschaft Unia Nordwestschweiz, Hansueli Scheidegger, gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF: «Die Leute, die hier arbeiten, müssen für ihre intensive Arbeit, die teilweise weit über die normale Arbeitszeit hinausgeht, nach Schweizer Standards entlöhnt werden.»

Rechtslage noch völlig ungeklärt

Der Unia-Vertreter spricht damit die Fälle von sogenannter Schein-Selbstständigkeit von Facharbeitern an. Diese ausländischen Arbeitnehmer sind offiziell selbstständig, in Wirklichkeit steht eine Firma hinter ihnen. So fallen sie nicht unter den geltenden GAV und sind potentiell Opfer von Lohn-Dumping. Im letzten Jahr gab es anscheinend etwa 300 solcher Fälle, die aufgedeckt wurden.

Das stellt auch Christian Jeker von der Messe Schweiz nicht in Abrede; er beklagt gleichzeitig, dass durch diverse Einsprachen und Rekurse noch keine juristische Sicherheit besteht in bezug auf die Schein-Selbstständigkeit: «Das würden wir auf jeden Fall sehr begrüssen.»

Die Unia will nächste Woche vor den Messehallen unter den Arbeitern eine Aufklärungskampagne starten - und so die Misstände direkt bei den Betroffenen bekämpfen.