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Legende: Audio Die drei Basler Regierungsratskandidatinnen zu aktuellen Bildungsthemen abspielen. Laufzeit 15:40 Minuten.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 12.08.2019.
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Erster Schultag Basler Regierungskandidatinnen über Bildungspolitik

Tanja Soland, Nadine Gautschi und Katja Christ diskutieren über Gym-Quoten, Privatschulen und ihre eigene Schulzeit.

Das «Regionaljournal Basel» von Radio SRF hat die drei Regierungsratskandidatinnen am ersten Schultag zum Gespräch über Bildungsthemen eingeladen.

Einig waren sich die drei Kandidatinnen in der Frage, dass Schülerinnen und Schüler in Basel-Stadt neu jedes halbe Jahr zittern und einen Notenschnitt erreichen müssen, um nicht in tieferes Sekundarschulniveau zu fallen. Diese Massnahne, die von der Regierung beschlossen wurde, sei zu hart. «Dies ist ein falscher Entscheid», sagt Katja Christ (GLP). «Es trifft vor allem die schwächeren Schüler», meint Tanja Soland (SP).

In den anderen Themengebieten waren sich die drei Kandidatinnen aus drei verschiedenen Parteien jedoch nicht einig:

Die Forderung nach einer tieferen Gymnasialquote

Tanja Soland (SP): «Um es überspitzt zu sagen: Wir brauchen eigentlich eine höhere Gymnasialquote. Es braucht für immer mehr Bildungswege einen Gymnasiumsabschluss. Deshalb müsste diese Quote höher sein.»

Katja Christ (GLP): «Die Beschlüsse zur Änderung der Laufbahnverordnung wurden überstürzt gefällt. Es hat sich nun gezeigt, dass die Gymnasialquote auch ohne diese Änderungen gesunken sind. Dies war eine Hauruck-Übung.»

Nadine Gautschi (FDP): «Ich finde, diese Quote wird überbewertet. Sie ist nicht der Dreh- und Angelpunkt, um den sich die Basler Bildungspolitik drehen muss. Ob jetzt 100 Kinder mehr in den P-Zug kommen oder 50 mehr ins Gymnasium, sagt nichts über die Qualität aus.»

Legende:
Zahlen Neueintritte Gymnasium Basel-Stadt «Die Verschiebung vom Gymnasium zur FMS zeigt, dass die Massnahmen zur Stabilisierung der Übertrittsquoten greifen», schreibt das Basler Erziehungsdartement. Erziehungsdepartement BS

Förderung der Privatschulen

Katja Christ (GLP): «Privatschulen sollen mehr Unterstützung erhalten, damit diese Schulen für mehr Kinder und Jugendliche zugänglich sind und man so eine freie Schulwahl hat.»

Nadine Gautschi (FDP): «Ich war schon immer eine Verfechterin von Bildungsgutscheinen. Ich finde, das gibt einen Ausgleich und eine Chancengleichheit. Eltern kennen ihre Kinder am besten. Sie sollen deshalb auch frei entscheiden können.»

Tanja Soland (SP): «Ein Ausbau der Privatschulen soll es auf keinen Fall geben. Es ist schade, dass dies überhaupt schon passiert. Es braucht dagegen Verbesserungen beim Angebot der staatlichen Tagesschulen.»

Erinnerungen an die eigene Schulzeit

Nadine Gautschi (FDP): «Meine Lieblingserinnerung an die Schule ist eine Aussage einer Lehrerin in der fünften Klasse. Sie sagte, dass sie die Schüler nicht anhand der Leistungen der letzten Jahre beurteilt, sondern anhand dessen, was die Schüler in den nächsten Jahren schaffen können. »

Tanja Soland (SP): «Am Anfang hatte ich viel Freude und Lust, in die Schule zu gehen. Dann wurde sehr viel Frust daraus. Ich musste viel wiederholen. Daraus gelernt habe ich, dass man straucheln und trotzdem seinen Weg machen kann.»

Katja Christ (GLP): «Ich habe meinen ersten Schultag in sehr guter Erinnerung. Auch die Schulzeit ist mir in guter Erinnerung geblieben. Ich habe etwas mitgenommen für das Leben.»

Regierungsratswahlen Basel-Stadt

Im Oktober 2019 kommt es in Basel-Stadt zur Ersatzwahl für die abtretende Finanzdirektorin Eva Herzog (SP). Zur Wahl stellen sich die 43-jährige Anwältin und Grossrätin Tanja Soland (SP), die 47-jährige Vize-Präsidentin der FDP Basel-Stadt Nadine Gautschi sowie Grossrätin und Advokatin Katja Christ (47, GLP).

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Müller  (Halu6orm)
    Wenn Tanja Soland Regierungsrätin wird, dann gute Nacht Kanton Basel-Stadt.
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Und noch immer herrscht in der Mini-Schweiz ein absolut unsinniger, da verwirrender, teurer "Bildungs-Wirrwarr" (Kantönligeist-Systeme)! Jeder Gemeinde ihr eigenes "Bildungs-System"! Speziell unangenehm für Familien, SchüllerInnen, Lehrpersonen, welche umziehen und dann mit einem andern Schulsystem kongrontiert werden! Dieser "Wirrwarr" ist den zuständigen Herr-und Damenschaften im "Bidungs-Un-Wesen" der Schweiz zuzuschreiben!, weche uneinsichtige Entscheidungen treffen!?
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  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Offensichtlich wollen die Bürgerlichen das Finanzdepartement zurück und überlassen der Nachfolgerin von Eva Herzog das Erziehungsdepartement. Anders kann diese Fragerunde mit den drei Damen nicht interpretiert werden.
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