Flüchtlingskrise dominiert Landtagswahlen in Baden-Württemberg

Am kommenden zweiten März Wochenende wählen die Stimmberechtigten in Baden-Württemberg das Landesparlament. Voraussichtlich verlieren die Sozialdemokraten. 13 Prozent der Stimmen werden ihnen vorausgesagt, gleichviel wie der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD).

Landtag in Stuttgard tagt, man sieht die meisten Abgeordneten von hinten. Sie tragen alle dunkle Kleidung. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Wahlkampf um Sitze im Landtag in Stuttgart versuchen viele mit Parolen zu Flüchtlingen Stimmen zu holen. zVg

Der Landtag in Stuttgart wird von einer rot-grünen Mehrheit beherrscht. Dies dürfte sich nach den Landtagswahlen ändern, da die Sozialdemokraten (SPD) Stimmen verlieren werden. Als Verliererin wird auch schon die CDU gehandelt, die Partei von Kanzlerin Angela Merkel.

Einfluss der Flüchtlingsfrage

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Das Wahlsystem

Die Bevölkerung wählt die Landtagsabgeordneten alle 5 Jahre. Wahlberechtigt & wählbar sind Deutsche, die das 18. Lebensjahr vollendet haben & seit 3 Monaten in Baden-Württemberg wohnen. Die Kandidaten müssen sich in einem der 70 Wahlkreise zur Wahl stellen. Es gibt Ersatzbewerber, die nachrücken, wenn der „Hauptbewerber“ vorzeitig ausscheidet.

Im Wahlkampf ist die Frage nach dem Umgang mit den Flüchtlingen dominierend. Die Parteien mussten ihren Wählerinnen und Wählern erklären, wie sie mit den Flüchtlingen umgehen wollen. Viele Bürgerinnen und Bürger sind enttäuscht von den Durchhalteparolen von Angela Merkel mit ihrem «Wir schaffen das» und nutzen nun die Gelegenheit, um eine Protestwahl zu machen und die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) zu wählen.

In Baden Württemberg tritt die AfD zum ersten Mal an. In den letzten Monaten machten die Mitglieder der Partei massiv Stimmung gegen Ausländer und Flüchtlinge, einige führende Mitglieder der AfD vertreten auch ganz offen rechtsextremes Gedankengut. In ersten Prognosen werden der AfD 13 Prozent vorausgesagt, gleichviel wie der SPD. Den Grünen mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann werden 30 Prozent vorausgesagt.