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Folgen der Sparpolitik Kanton Baselland unterlässt Befragung der Mitarbeitenden

Die Geschäftsprüfungskommission des Landrats schreibt, dass der Kanton negative Ergebnisse befürchet und die Befragung deshalb unterlässt.

Die Mitarbeitendenbefragung im Kanton Basel-Landschaft soll regelmässig durchgeführt werden. Das fordert die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Landrats. Das in den letzten Jahren allerdings nicht erfolgt: So seien die Befragungen für die Jahre 2015 und 2017 einerseits aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht durchgeführt worden - andererseits auch, weil man negative Resultate befürchtet. «Das ärgert mich. Die Mitarbeitenden werden nicht wertgeschätzt», sagt Simon Habermacher, Präsident des Verbands des Staats- und Gemeindepersonals Baselland.

Mögliche schlechte Ergebnisse würden aufgrund der Sparmassnahmen im Personalbereich erwartet. Daraus könnten falsche Massnahmen folgen, schreibt die GPK. Sie empfiehlt nun der Regierung, solche Befragungen regelmässig durchzuführen. So sollen im Langzeitvergleich Entwicklungen sichtbar werden.

Kanton weist Vorwurf von sich

Martin Lüthy, Leiter des Baselbieter Personalamts, wehrt sich gegen diesen Vorwurf. Die Befragungen würden nicht durchgeführt, weil sie im Rahmen der Finanzstrategie nicht sinnvoll seien. In der Öffentlichkeit werde eine grosse Verunsicherung geschürt, was die Resultate beeinflussen würde. Deshalb wolle man die nächste Befragung erst nach Abschluss der Finanzstrategie durchführen - frühestens ab 2020.

Bisher waren im Kanton Basel-Landschaft 2008 und 2010 entsprechende Mitarbeitendenbefragungen durchführt worden. Erneute Umfragen waren für 2014 und 2016 vorgesehen. Aus finanziellen gründen wurden sie verschoben.

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