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Basel Baselland Frankenstärke beflügelt Schmuggel in der Nordwestschweiz

Die Grenzwache in der Region Basel hat am Donnerstag eine erste Bilanz gezogen. Nicht nur der Einkaufstourismus hat in den letzten Wochen an den Grenzübergängen spürbar zugenommen, es werden vermehrt auch Schmuggler angehalten. Die Dunkelziffer ist hoch.

Legende: Video Verdoppelung der Schmuggel-Fälle abspielen. Laufzeit 2:33 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 12.02.2015.

«Grüezi, hän sie Waare drbii?» - die klassische Frage eines Grenzwächters ist in den letzten Wochen immer häufiger zu hören. Der Einkaufstourismus ist deutlich stärker geworden, seit die Schweizerische Nationalbank den Euro-Mindeskurs aufgehoben hat und Einkaufen im grenznahen Ausland damit noch günstiger geworden ist.

Die tiefen Preise sind auch für Schmuggler verlockend. Vor allem bei Lebensmitteln werden die Mengenbeschränkungen gerne «vergessen».

So komme es nicht selten vor, dass kiloweise Fleisch über die Grenze gebracht wird, ohne die Ware ordnungsgemäss zu verzollen, hiess es an einer Medienkonferenz des Grenzwachtkommandos Basel.

Deutlich mehr Schmuggler in Rheinfelden und Basel

Allein am Grenzübergang Rheinfelden nahm dabei die Zahl ertappter Schmuggler um 106 Prozent zu. Am Basler Rheinhafen-Grenzübergang waren es 92 Prozent, in Stein 86 Prozent und in Koblenz 84 Prozent. Meist stieg auch die Zahl der Verzollungen, aber nur um einen Bruchteil, wie Grenzwache-Sprecher Patrick Gantenbein sagte.

Schwierige Kontrollen im überfüllten Tram

Detaillierte Zahlen lägen noch keine vor. Jedoch gäben Stichkontrollen Hinweise auf die Schmuggeltätigkeit in der Region Basel. Allein an einem Samstag habe man 500 Kilogramm geschmuggeltes Fleisch beschlagnahmt. Und: Im Vergleich zum Januar 2014 hätten die Einnahmen durch Bussen verdoppelt. Hoch sein dürfte auch die Dunkelziffer, also die Zahl nicht entdeckter Schmuggelfälle.

Als «schwierig» bezeichnen die Grenzwächter die Arbeit bei Kontrollen im neuen 8er Tram. Die Trams seien vor allem an Wochenende dermassen überfüllt, dass kaum Stichkontrollen möglich seien.

Eine Veränderung der Situation ist nicht in Sicht: Eine Personalaufstockung beim Grenzwachkorps ist nicht geplant und auch eine Veränderung des Euro-Wechselkurses zeichnet sich derzeit nicht ab.

(Regionaljournal Basel, 12:03 Uhr)

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Hans suter, aarau
    finds beschämend, dass ausgerechnet die Basler, deren Chemie die ganze CH abzockt, ennet der Grenze beim Nüsslisalat sparen muss...
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  • Kommentar von Fritz Leisinger, Lörrach
    Nr. 2. Komm mir keiner mit Qualität. Die fressen in D auch nicht alles was billig ist! Die Bio- Welle greift um sich. Zwei Metzgete und 1 l Wein 22,00€ in Frankfurt- Sachsenhausen-Touristenviertel. In Basel bekomme ich grad mal eine Messe Cervelat und 2 dl Bier. Wundert Ihr Euch, daß die grenznahen Bewohner zum posten rüber kommen. Ich habe da vollstes Verständnis.In dem Haus wo ich wohne( 7 m zur Grenze) wohnen Schweizer Rentner. Sie können sich hier was leisten. Ihr werdet verarscht.
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  • Kommentar von Fritz Leisinger, Lörrach
    Mich wundert überhaupt nichts! Ich habe so langsam das gefühl dass die CH im eigenen Land über den Tisch gezogen werden, von der Bauernlobby usw. Ich kaufe den Nüsslisalat in Lörrach auf dem Markt 100 gr. geputzt umnd erstklssig für 1€. Das kg Schweineschulter am Schlachthof( die Sau aus dem Markgräflerland )für 4,50€ des kg Wir leben alle dieseits der Grenze, nicht schlechter als die Riehener und sind im teuersten Ecken Deutschlands. In Frankfurt ist alles nochmals 50% billiger.Erklärung ?
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