Für den FC Afghan ist Fairness wichtiger als Tore und Punkte

Seit 2013 gibt es in Basel den FC Afghan, aber erst seit dieser Saison spielt der Verein, der sich vor allem aus Exil-Afghanen zusammensetzt, in der Schweizer Meisterschaft. Und zwar ganz unten, in der 5. Liga. In der ersten Saison wollen die Spieler mit fairem Spiel vor allem Vorurteile abbauen.

Die Mannschaft des FC Afghan, teils stehend, teils sitzend Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit fairem Spiel gegen Vorurteile: Spieler des FC Afghan, links der Präsident, rechts der Trainer. Foto SRF

«Viele Leute denken an Bomben oder Taliban, wenn sie Afghanistan hören», so sagt Nawid Gafuhrzada, Spieler beim FC Afghan. Der junge Spieler, der früher bei Birsfelden dem Ball nachjagte, sagt, was vermutlich einige denken. Hier wolle der noch junge Verein einhaken, sagt Gafuhrzada.

Und der Club wolle in seiner ersten Saison vor allem möglichst wenig gelbe und rote Karten kassieren, eine wichtige Voraussetzung dafür, den Fairplay-Cup zu gewinnen. Das sagt auch der Trainer des FC Afghan Gholam Farook.

Mittelfristig wollen die Afghanen, deren Team sich auch aus Spielern ausserhalb der Region Basel zusammensetzt, allerdings dann auch sportlich überzeugen und den Aufstieg in die 4. Liga bewerkstelligen.

Finanziell nicht auf Rosen gebettet

Finanziell ist der Club allerdings nicht auf Rosen gebettet, nicht wenige der Spieler sind Menschen mit einem Asylstatus. Sie könnten den jährlichen Clubbeitrag von 350 Franken niemals bezahlen, sagt der Vereinspräsident Sayid Farid.

Aber auch der Verein insgesamt hat noch Schulden – von den nötigen 8000 Franken ist erst die Hälfte beisammen. Die Vereinsleitung ist aber zuversichtlich, das Geld zusammenbekommen – und zwar in naher Zukunft.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)