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Basel Baselland Für die Baselbieter Landratspräsidentin wird es immer enger

Der Gemeinderat von Lausen schaltet sich in die Affäre ein und belastet Daniela Gaugler. Ihr Bed & Breakfast habe für seinen heutigen Betrieb von der Gemeinde keine Bewilligung erhalten - die SVP-Politikerin habe also Falschaussagen gemacht. Daniela Gaugler selber bleibt auf Tauchstation.

Porträt Daniela Gaugler
Legende: Der Druck auf Daniela Gaugler wächst. zvg

Der Baselbieter Landratspräsidentin Daniela Gaugler wird seit Wochen vorgeworfen, sie benutze ihr Bed & Breakfast in Lausen als Tarnung, um illegal in der Gewerbezone Wohnungen vermieten zu können.

Die Politikerin bestreitet die Vorwürfe - nun kommt jedoch ihre Verteidigungsstrategie ins Wanken. Daniela Gaugler hat sich bislang immer auf den Standpunkt gestellt: Die Gemeinde Lausen habe ihren Bed-&-Breakfast-Betrieb bewilligt - und die Gemeinde sei auch stets auf dem Laufenden gewesen, welche Zimmer und Wohnungen in der Liegenschaft vermietet werden.

Lausen wehrt sich

Dem widerspricht nun aber die Gemeinde. Es seien zu viele Aussagen gemacht worden, die einer Richtungsstellung bedürften, findet Peter Aerni, Gemeindepräsident von Lausen. Es sei der Eindruck entstanden, dass Lausen seinen Pflichten nicht nachgekommen sei. «Das stimmt nicht», betont Peter Aerni. Er widerspricht damit Daniela Gauglers Aussage, dass die Gemeinde über alle Nutzungen informiert sei.

Der Gemeinderat seinerseits hält fest, dass die heutige Nutzung der Wohnungen nicht «der ursprünglich bewilligten» entspreche. Normale Fremdvermietungen seien in einer Gewerbezone nicht erlaubt. Zwar sei eine rechtmässige Nutzung ursprünglich erlaubt worden, inzwischen sei die Nutzung jedoch eine andere.

Und wie reagiert Daniela Gaugler selber auf diese Vorwürfe der Gemeinde Lausen? Sie geht - wie fast immer in der ganzen Affäre - auf Tauchstation. Es gebe nichts zum Thema zu sagen, findet sie.

SVP schweigt

Aber auch Daniela Gauglers Partei schaltet derzeit auf stumm. Parteipräsident Oskar Kämpfer ist in den Ferien - und zwei andere Mitglieder der SVP-Parteileitung wollen sich nicht am Mikrofon äussern.

Krisensitzungen geplant

Dafür machen nun die anderen Parteien Druck auf Daniela Gaugler und die SVP. Nächste Woche gibt es vor der ordentlichen Landratssitzung eine Krisensitzung. Bei dieser Ratskonferenz treffen sich alle Fraktionspräsidenten mit Daniela Gaugler und teilen ihr mit, was sie von ihr erwarten. Genaueres wollen die Fraktionspräsidenten noch nicht sagen. Auf nächste Woche angesetzt ist zudem ein Krisengespräch bei den Bürgerlichen: Die Präsidenten von SVP, FDP und CVP tauschen sich über die Causa Gaugler aus.

Diskutiert wird dabei sicher auch ein Rücktritt der Landratspräsidentin - hinter vorgehaltener Hand fordern diesen schon heute mehrere Landräte.

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