Fusionskritisches Rotstab Cabaret

Der KV-Saal in Liestal war an der Premiere des Rotstab-Cabaret bis zum letzten Platz gefüllt. In der dreistündigen Vorstellung bekamen die Zuschauer ein vielseitiges Programm geboten: Von Schnitzelbangg über Guggenmusik bis zu Rahmenstückli. Das Thema Fusion war beliebt und zog sich durchs Programm.

Die Premiere des Rotstab-Cabarets in Liestal war ausverkauft. Die Baselbieter Vorfasnachtsveranstaltung scheint beliebt zu sein. Geboten wurde den Zuschauern ein vielseitiges Programm: Schnitzelbänke, Auftritte der Rotstab-Clique und Rahmenstücke.

Ein Thema kam während dem ganzen dreistündigen Programm immer wieder vor: Die Fusion der beiden Halbkantone, über die in diesem Jahr abgestimmt werden soll. In dieser Frage nimmt das Rotstab-Cabaret eine eher kritische Haltung ein.

Aber auch andere Themen wie die Probleme in der Führungspitze bei den Basler Verkehrsbetrieben sind Teil des Programms. Und wie es sich zur Fasnacht gehört, bekommen auch Politiker ihr Fett weg. Bei den Cabaret-Einlagen kommt vor allem die Baudirektorin Sabine Pegoraro unter die Räder. Aber auch der städtische Gesundheitsdirektor Carlo Conti bleibt nicht unverschont.

Die Stedtli-Singer sind das Highlight

Der Abend wird abegerunden mit den Stedtli-Singer. Ein Männerchor, der zu bekannten Melodien aktuelle Texte singt. Die Texte sind in diesem Jahr nur wenig politisch, dafür umso boulverdesker. Zum Beispiel singen die Stedtli-Singer über den Vorfall von Oprah Winfrey in Zürich, bei dem die amerikanische Multimillionärin erfolglos versuchte eine Handtasche zu kaufen.

Politisch oder nicht: den meisten Zuschauern hat die Ausgabe 2014 des Rotstab-Cabarets sehr gut gefallen.