Geplante Überbauung im Kleinbasel sorgt für Unmut bei Anwohnern

Die Basler Wohngenossenschaft «Wohnstadt» plant zwischen Wettsteinplatz und Messeplatz eine neue Überbauung. Diese stösst im Quartier auf Widerstand. Anwohner äussern Bedenken, dass die Wohnsiedlung im Hinterhof zu dicht an die bestehenden Häuser gebaut wird.

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Bildlegende: Hier zwischen den Häusern soll die neue Überbauung entstehen - oben rechts das Stadion Landhof Google

Mit einem Ja-Stimmenanteil von 53 Prozent wurde am Wochenende der Bebauungsplan für den Claraturm angenommen. Nur ein paar Hundert Meter neben dem geplanten Turm sorgt ein anderes Projekt für rote Köpfe. Im Hinterhof der Häuserzeilen zwischen Riehenring, Turnerstrasse und Wettsteinallee plant die Basler Wohngenossenschaft «Wohnstadt» 36 neue Wohnungen.

Gebaut werden die Wohnungen anstelle eines Werkhofs der Basler Verwaltung. Mehrere Anwohner haben nun Widerstand gegen das Projekt angekündigt. Der Hausbesitzer Klaus Wagner findet, dass im Kleinbasel schon genug gebaut werde: «Was haben wir mitgemacht mit dem Messeneubau! Nun kommt auch noch der Claraturm. Das nehmen wir ja alles hin, aber irgendwann ist genug.»

Die Anwohner und Anwohnerinnen fühlen sich überrumpelt und beklagen, ihnen sei zu wenig Mitspracherecht eingeräumt worden. Zudem äussern sie Bedenken, die Überbauung stehe zu dicht an den bestehenden Häuserzeilen. «Das ist keine Wohnqualität mehr», sagt die Anwohnerin Franziska Moeschlin gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Mit einer Petition und einem Vorstoss im Grossen Rat bekämpft ein Anwohnerkomitee nun das Bauprojekt, das auch nur wenige Meter neben dem ehemaligen Stadion Landhof geplant ist. Dort wurde ein ähnliches Projekt im März 2010 vom Stimmvolk abgelehnt.