Hallenradsport-WM in Basel - eine Sportart sucht ihre Anerkennung

Nach fünfzig Jahren war Basel an diesem Wochenende wieder einmal Austragungsort der Weltmeisterschaften im Hallenradsport. Während in der St. Jakobshalle die Stimmung weltmeisterlich war, wurde das Sportereignis in der Stadt kaum wahrgenommen.

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Bildlegende: Radball ist eine faszinierende Sportart. Keystone

Hallenradsport kennt in der Nordwestschweiz nur wenige Anhänger. Die Schweiz belegt im Medaillenspiegel aller Weltmeisterschaften zwar den dritten Platz, doch die Sportart geniesst trotz dieses Erfolges nur ein Nischen-Dasein. In vielen Ländern wird der Sport gar nicht ausgeübt.

Marianne Kern vom Organisationskomitee der WM 2013 kennt das Problem. «Wir unternehmen grosse Anstrengungen, um den Sport in neue Länder zu tragen. Vor allem im asiatischen Raum glauben wir, noch mehr Fuss fassen zu können.» Hilfreich ist da sicher, dass in den letzten Jahren in Japan zweimal die Hallen-WM ausgetragen werden konnte.

Entwicklungshilfe leisteten auch die beiden Radballer Andry Accola und Renato Bianco vom VMC Liestal. Als Doppelbürger sind beide im Besitze auch des italienischen Passes. Ihnen fiel auf, dass der italienische Verband nicht einmal eine Sektion Hallenradsport aufweist.

Ihre Anfrage beim italienischen Verband, für Italien starten zu dürfen, stiess auf offene Ohren. «Wir werden sogar durch einen Funktionär unterstützt, der von Rom anreiste», sagt Renato Bianco. Er hofft, durch ihren Auftritt den Hallenradsport und insbesondere Radball in Italien populärer zu machen.