Handschlag-Verweigerer von Therwil erheben Beschwerde

Die zwei Schüler wollen ihren Lehrerinnen weiterhin aus religiösen Gründen nicht die Hand geben. Dies, obwohl der Schulrat Therwil entschieden hat, dass der Handschlag Pflicht ist und die Schüler deshalb bestraft hat. Gegen diesen Entscheid erhebt die Familie der Schüler Rekurs beim Regierungsrat.

Schüler, der aufstreckt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Therwiler Schüler will seine Hand nur zum Aufstrecken brauchen. Keystone

Die Leitung der Sekundarschule Therwil hat Mitte September angeordnet, dass die muslimischen Schüler Sozialeinsätze leisten müssen, weil sie sich nicht an die Regeln der Schule halten. Dagegen hat die Familie der Schüler nun fristgerecht Beschwerde erhoben beim Regierungsrat.

Der Regierungsrat muss nun als nächste Instanz in dieser Frage entscheiden. Die Haltung von Bildungsdirektorin Monica Gschwind sei jedoch klar, heisst es in einer Mitteilung des Kantons. Sie wolle den Handschlag durchsetzen «ohne Wenn und Aber». Dies habe sie am Donnerstag auch im Baselbieter Landrat nochmals bekräftigt.

Um künftig auch rechtliche Klarheit zu haben, möchte die Bildungsdirektion überdies nun das Baselbieter Bildungsgesetz ändern.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)