Helikopter-Fluglehrer muss Einnahmeausfall selber tragen

Der Binninger Helikopter-Unternehmer Thomas Schwarb konnte wegen der Luftsperre am Euroairport in der Woche der OSZE-Konferenz keine Flugstunden geben. Den Ausfall von rund 4000 Franken ersetzt ihm aber niemand. Er trägt das mit Fassung.

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Bildlegende: Untersagte Helikopterflüge während der OSZE-Konferenz in Basel: wer zahlt den Ausfall? Keystone

Rund 4000 Franken seien ihm letzte Woche in etwa entgangen, sagt Thomas Schwarb, Inhaber einer kleinen Helikopter-Firma. Diese führt am Euroairport private Flugstunden durch. Wegen der Luftsperre im Zusammenhang mit der OSZE-Konferenz in Basel durften diese letzte Woche nicht durchgeführt werden.

Verantwortlich ist der Bund

Die Basler Projektleiterin der OSZE-Konferenz, Barbara Schüpbach, verwies Thomas Schwarb, der sich nach einer allfälligen Entschädigung bei ihr erkundigt hatte, an das Bundesamt für Zivilluftfahrt. Zuständig aber ist die Schweizer Luftwaffe im Auftrag des Bundesrates.

Luftwaffen-Kommunikationschef Jürg Nussbaum sagt: «Wir bedauern selbstverständlich diesen Ausfall, weisen aber daraufhin, dass die Sperr-Daten schon lange bekannt waren.» Und, so Nussbaum weiter, bei der Sicherheit dürften auf keinen Fall irgendwelche Risiken eingegangen werden.

Dafür hat Thomas Schwarb wiederum grundsätzlich Verständnis. Er merkt allerdings auch an, dass ihm der Aspekt von Verdienstausfällen wegen der Sicherheitskonferenz bei der Berichterstattung zu kurz gekommen sei - und auch in den Gedankengängen der Basler Verantwortlichen, die die Konferenz an den Rhein geholt hätten: «Die sprechen ja davon, dass eine solche Konferenz wieder stattfinden könnte.» Dann aber, so sagt Thomas Schwarb, sollten solche Aspekte auch eine Rolle spielen, findet er.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)