«Ich nehme gerne schwierige Lehrlinge auf»

Christoph Jenzer wurde zum Metzger-Lehrmeister des Jahres gekürt. Dem Metzger aus Arlesheim ist wichtig, dass er nicht nur Lehrlinge aufnimmt, die von Anfang an mit guten Noten glänzen, sondern auch solche, die einen schwierigen Weg hinter sich haben.

Für den Preis nominiert hat sich Christoph Jenzer nicht selber, sondern einer seiner Lehrlinge. «Als ich das Mail bekam, war ich schon ein wenig überrascht», sagt er schmunzelnd.

Gleichzeitig habe er sich sehr gefreut, auch, weil der Lehrling eine besondere Geschichte hat: «Eigentlich wollte er zuerst etwas ganz anderes machen, hat sich dann aber entschieden, in die Fussstapfen seines Vaters zu treten, der auch Metzger ist.» Da habe er gewusst, wie wichtig es ist, diesem Lehrling eine Chance zu geben. «Wenn ich ihm die Freude nicht vermitteln kann, dann muss ein weiterer Metzgerei-Betrieb schliessen und das wollte ich verhindern.»

«  Wir haben damals Goldvreneli in den Würsten versteckt »

Christoph Jenzer
Metzger

Für ihn sei es wichtig, auch die leistungsschwächeren Lehrlinge aufzunehmen. «Zu sehen, wie man sie auf den richtigen Weg bringt, das macht mir unglaublich viel Spass», sagt Jenzer. Auch sein eigener Sohn macht eine Lehre im Betrieb seines Vaters, «aber sein Lehrmeister ist jemand anderes. Alles andere wäre keine gute Idee».

Eine spezielle Sieges-Wurst habe er nach Bekanntwerden des Titels nicht kreiert. Auch wenn er das in der Vergangenheit schon gemacht hat, zum Beispiel, als seine Goldwurst einen Preis gewann: «Wir haben damals Goldvreneli in den Würsten versteckt. Aber das machen wir dieses Mal wahrscheinlich nicht».

Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr.