Im Baselbiet hängen die ersten Wahlplakate

Auf den Plakaten werben SP und die FDP für ihre Kandidaten bei den Regierungs- und Landratswahlen. Mit dem Start dieser Aktion ritzen diese beiden Parteien das «Gentlemen's Agreement» der Baselbieter Parteien, die verabredet hatten, während der Adventszeit auf Plakate zu verzichten.

Wahlplakat der Baselbieter FDP. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Wahlplakat, das keines sein möchte. Screenshot

Der Wahlkampf vor vier Jahren in die Regierung und ins Parlament des Kantons Baselland sprengte den üblichen Rahmen. Noch nie wurden so viele Plakate aufgestellt. Bei der Bevölkerung löste diese «Plakatierwut» Verdruss aus.

Die Wahlkampf für den Urnengang am 8. Februar 2015 fällt zudem in die Adventszeit. Aus diesen zwei Gründen einigten sich die Parteien auf ein «Gentlemen's Agreement». Sie einigten sich darauf, auf das Plakatieren während der Adventszeit zu verzichten.

Nun hängen aber zwei Plakate von der SP und der FDP bereits an den Strassenrändern. Die Kandidaten der FDP Arlesheim wünschen den Wählern eine schöne Adventszeit, und die beiden Regierungsratskandidaten der SP wünschen alles Gute zum neuen Jahr. Beide Parteien halten fest, die Plakate seien augenzwinkernd gemeint. Bei der FDP steht auf dem Plakat: «Dies ist kein Wahlplakat.»

Unterschiedliche Reaktionen

Mit diesen Plakaten verstossen die beiden Parteien aber dennoch gegen das «Gentlemen's Agreement». Die Reaktionen der anderen Parteien fallen unterschiedlich aus. Die BDP verurteilt die Aktion, die CVP sieht das «Agreement» geritzt, die SVP hat keine Probleme mit dem Auftritt.