Keine Eile bei der Einführung des SwissPass bei BVB und BLT

In vollen Tramzügen und Bussen ist die Kontrolle der SwissPass-Karten aufwändig. Die Kontrolleure sind alle mit dem nötigen Smartphone und der Software ausgerüstet. Ob aber auch das U-Abo jemals mit dem SwissPass erfasst wird, bleibt vorerst offen. Es sei eine Frage der Güterabwägung.

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Bildlegende: Die Kontrolle der Passagiere mit SwissPass ist in vollen Tramzügen und Bussen sehr aufwändig. Keystone

Vorerst erfassen die SBB mit dem neuen SwissPass einige wenige GA- und Halbtax-Kunden. Doch es werden täglich mehr. Ziel der SBB ist es, auch die verschiedenen Tarifverbünde mit ins Boot zu holen, damit die Fahrgäste nur noch eine Karte benötigen.

Doch dieses Ziel scheint noch in weiter Ferne zu sein. Zumindest im Tarifverbund Nordwestschweiz, dem auch BVB und BLT angehören, hat man es mit der Einführung nicht eilig. «Am Ende ist es eine Frage der Güterabwägung», sagt BLT-Direktor Andreas Büttiker, auch Vorstandsmitglied im Tarifverbund Nordwestschweiz.

Viele offene Fragen

Offen seien noch die Kosten. Zudem sei nicht geklärt, wie die Erneuerung von Monats-Abonnements abgewickelt werde, sagt Büttiker. Er rechne auch mit einem Mehraufwand bei den Kontrollen. So müssten bei Fahrgästen mit einem SwissPass, die Karten einzeln mit einem Smartphone eingescannt werden. Im Nahverkehr sei dies kaum zu bewältigen.

Trotzdem sind heute schon alle Kontrolleure mit solchen Geräten und der dazugehörenden Software ausgerüstet, bei der BVB wie auch bei der BLT.

BLT und BVB warten Erfahrungen von anderen ab

Ende nächstes Jahr schliessen sich als erste die Tarifverbünde in Lausanne und Genf dem SwissPass der SBB an. Der Tarifverbund Nordwestschweiz wolle erst deren Erfahrungen anschauen, meint Andreas Büttiker, bevor über den SwissPass in der Nordwestschweiz entschieden werde.

(Regionaljournal Basel, 06.32 Uhr)