Keine Überraschung bei Baselbieter Direktionsverteilung

Die vier Bisherigen behalten ihre Direktionen. Die neu gewählte FDP-Regierungsrätin Monica Gschwind wird Nachfolgerin von Urs Wüthrich und übernimmt die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion. Welche Schwerpunkte die neue Regierungsrätin im Bereich Kultur setzen will, ist noch offen.

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Bildlegende: Es bleibt alles beim Alten: Die Bisherigen bleiben ihren Direktionen treu. Keystone

Schon im Wahlkampf hat sich Monica Gschwind als neue Bildungsdirektorin beworben. Sie wolle frischen Wind in die Bildung bringen und bei Harmos einen «Marschhalt» einlegen. Nun ist es amtlich: Anlässlich der Sitzung des Baselbieter Regierungsrates, wurden die Direktionen verteilt. Monica Gschwind ist ab 1. Juli 2015 neue Bildungsdirektorin.

Alle Bisherigen behalten ihre Direktionen. Das heisst: Anton Lauber (CVP) bleibt Vorsteher der Finanz- und Kirchendirektion, Thomas Weber (SVP) Vorsteher der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion, Sabine Pegoraro (FDP) Vorsteherin der Bau- und Umweltschutzdirektion und Isaac Reber (Grüne) Vorsteher der Sicherheitsdirektion.

Neben dem Ressort Bildung prägt die neue Regierungsrätin Monica Gschwind aber auch die Kulturpolitik im Kanton. Und hier zeichnet sich ein Richtungswechsel ab: Während der amtierende Kulturdirektor Urs Wüthrich sich immer wieder in der Regierung als Fürsprecher des Theater Basel einsetzte und für mehr Subventionen warb, steht Monica Gschwind für eine Begrenzung der Subventionen ans Theater Basel.

Gegen mehr Subventionen ans Theater Basel

Bei der letzten Kulturdebatte im Landrat, bei der es um eine Subventionserhöhung von 700'000 Franken ging, war Gschwind klar auf der bürgerlichen Linie. Sie stimmte gegen eine Subventionserhöhung. Auch heute wiederholt sie: «Ich bin nicht fürs Sparen beim Theater Basel, aber eine Erhöhung der Gelder aus dem Baselbiet wird schwierig.»

Ansonsten lässt es die neue Baselbieter Kulturdirektorin noch offen, welche Schwerpunkte sie in der Kulturpolitik setzen will. «Der Kanton soll ein breites Spektrum unterstützen», sagt sie vage. Ein erstes Zeichen setzen kann Gschwind bei der Besetzung der Stelle des Baselbieter Kulturchefs. Derzeit wird ein Nachfolger von Niggi Ulrich gesucht, das Ende 2014 pensioniert wurde. Gschwind betont, dass sie bei der Stellenbesetzung mitreden will, auch wenn ihr erster offizieller Arbeitstag erst am 1. Juli 2015 ist.