Kirschen-Essig-Fliege schadet den Baselbieter Früchten

2014 war ein gutes Kirschenjahr, für die ganze Schweiz, aber auch ganz spezifisch für das Baselbiet. Die verantwortlichen Kirschenproduzenten sprechen von einem Rekordjahr. Trotzdem: Die Kirschenproduzenten machen sich Sorgen um die Gesundheit ihrer Früchte, es ist ein neuer Schädling im Anmarsch.

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Bildlegende: Die Kirschen-Essig-Fliege treibt im Baselbiet ihr Unheil und bedroht die Kirschen. Keystone

Von weitem sehen die roten Kirschen an den Bäumen fruchtig und prall aus. Beim näheren Hinschauen fällt einem aber auf: Diese Kirschen sind nicht gesund. Sie sind angefressen.

Die Forschung ist angesprochen, das Problem zu lösen

«Es handelt sich hier um die Kirschen-Essig-Fliege, welche die Kirschen von innen auffrisst»,weiss Hansruedi Wirz vom Früchtezentrum Basel. Die Kirschen würden dann weich und ungeniessbar werden, fügt er noch an. Diese Kirschen-Essig-Fliege habe es schon immer gegeben, aber in diesem Sommer sei die Plage grösser als sonst. Warum? «Der Winter war mild und so haben offenbar mehr Fliegen überlebt», sagt Wirz.

Ein Mittel zur Bekämpfung dieser Fliege gäbe es noch nicht. Eine Möglichkeit sei, feinmaschige Netze über die Bäume zu legen, damit die extrem kleine Fliege sich nicht in den Früchten einnisten könne, «aber diese Massnahme ist aufwändig und teuer». Darum macht sich Hansruedi Wirz Sorgen um die Zukunft: «Die Forschung ist angesprochen, damit wir das Problem wirklich in den Griff kriegen».

(Regionaljournal Basel, 06:32 Uhr)