Kommt es zum Bruch zwischen EVP und CVP im Baselbiet?

Die Landratswahlen vom Sonntag brachten einen Rechtsrutsch. Vor allem die SVP und die FDP haben Sitze gewonnen – die Grünen haben eine herbe Niederlage eingefahren. Aber auch in die politische Mitte ist Bewegung gekommen: Hier wackeln die Fraktions-Gemeinschaften.

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Bildlegende: Mit welcher Partei geht die Baselbieter EVP in die Zukunft? Keystone

Es ist eine traditionelle Fraktion, die Zusammenarbeit der EVP und der CVP im Baselbieter Landrat. Diese Fraktion scheint aber auf wackligen Beinen zu stehen, wie EVP-Präsident Urs von Bidder sagt: «Ob wir weiter mit der CVP gehen wollen, müssen wir uns nach diesen Wahlen wirklich überlegen.»

Grund für den Ärger bei der EVP ist der «Rausschmiss» der SP aus der Regierung. Das Viererticket der Bürgerlichen hat die Sozialdemokraten ausgestochen. Teil dieses bürgerlichen Blocks ist auch die CVP; also die Fraktions-Partnerin der Evangelischen Partei.

EVP stellt Fraktionsgemeinschaft infrage

Urs von Bidder befürchtet, dass die CVP nun weiter nach rechts rutscht: «Ich nehme kein Blatt vor den Mund. Ich habe es immer bedauert, dass sich die CVP nicht klar von der SVP abgrenzt.» Für die EVP ist die Fraktion damit infrage gestellt.

Bei der CVP will man diesen Vorwurf nicht auf sich sitzen lassen. «Wir sind Teil der starken bürgerlichen Politik. Aber wir haben uns nicht der SVP angenähert», sagt CVP-Landrat und Fraktionspräsident, Felix Keller. Die Fraktion sei denn auch für die CVP nicht in Stein gemeisselt. Keller möchte das Gespräch mit der EVP suchen, könne sich aber durchaus auch eine Fraktion mit einer anderen Partei vorstellen.

Die Wahlen vom Sonntag haben Bewegung in den Baselbieter Landrat gebracht – in der politischen Mitte scheinen sich die Allianzen neu zu formieren.

(Regionaljournal Basel, 06:32 Uhr)