Komplizierte Verhandlungen für einen versunkenen Schatz

Das Antikenmuseum zeigt die Kunstwerke aus dem antiken Schiffswrack von Antikythera. Museumsdirektor Andrea Bignasca musste hart für diese Ausstellung kämpfen. Er verhandelt gleich mit vier verschiedenen Kultur-Ministern Griechenlands.

Marmorstatuen aus dem Schiffswrack von Antikythera. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Marmorstatuen aus dem Schiffswrack von Antikythera. Patrick Künzle/SRF

Das Antikenmuseum Basel inszeniert mit der Ausstellung «Der versunkene Schatz. Das Schiffswrack von Antikythera» den Untergang eines griechischen Schiffes und die Bergung der kostbaren Fracht. Zu sehen sind Objekte, die vor über 2000 Jahren in Rom ankommen sollten.

Die griechischen Kunstwerke aus dem Wrack werden erstmals ausserhalb von Griechenland gezeigt. Andrea Bignasca, der Direktor des Antikenmuseums, sagt, die Geschichte Griechenlands sei mit Leidenschaft und Emotionen verbunden. Das zeige auch die Ausstellung, die am Sonntag eröffnet wird.

Die Geschichte erzählen - das ist das Motto dieser Ausstellung, die von Esaù Dozio kuratiert wurde. Die Geschichte ist Folgende: Das Römische Reich beherrschte im Jahr 69 v. Chr. auch Griechenland. Die Römer waren begeistert von der griechischen Kunst und kauften massenhaft Objekte für ihre Häuser und Paläste.

«  Ich musste mit vier verschiedenen griechischen Kultur-Minstern verhandeln.  »

Andrea Bignasca
Direktor, Antikenmuseum Basel

Ein griechisches Schiff, beladen mit tonnenschwerem Material, geriet auf dem Weg nach Rom in Schwierigkeiten und sank vor der griechischen Insel Antikythera, nahe der Insel Kreta. Im Jahr 1900 entdeckten Schwammtaucher das Wrack und Teile der Ladung. Seither wurden unzählige kostbare Gegenstände geborgen.

Für das Antikenmuseum sei es ein Kraftakt gewesen, die Ausstellung in die Schweiz zu bekommen, sagt Direktor Andrea Bignasca. Wegen der ständigen Regierungswechsel in Griechenland habe er mit vier verschiedenen Kultur-Ministern verhandeln müssen.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)