Kultur-Sparpläne stossen im Landrat auf rotgrüne Kritik

Der Kanton Basel-Landschaft will die sogenannte Kulturpauschale mit Basel-Stadt halbieren - diese Pläne der Regierung stossen bei der linksgrünen Minderheit im Landrat auf Kritik. Aber auch bei den Bürgerlichen gibt es beim Thema eine gewisse Verunsicherung.

Das Baselbieter Regierungsgebäude von aussen mit der Baselbieter Fahne Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Baselbieter Landrat stossen die Sparpläne der Regierung zur Kultur teilweise auf Kritik. Keystone

Die grüne Parteipräsidentin Florence Brenzikofer blitzte mit ihrem Verstoss zur Kulturpauschale ab - sie wollte ihn für dringlich erklären lassen und so die Regierung zwingen, noch an der aktuellen Landratssitzung Stellung zu nehmen.

Dazu kommt es jetzt nicht, das Kantonsparlament votierte gegen diese Dringlichkeit. Aber auch so entspann sich eine Debatte darüber, wohin der Landkanton in der Kulturpolitik steuert.

Vor allem SP- und Grüne-Vertreterinnen und -vertreter stellten Basel-Landschaft als unzuverlässigen Partner dar, eine Planung der gemeinsam finanzierten Kulturinstitutionen sei so fast nicht möglich. Landrat Christoph Hänggi: «Das ist ein arrogantes Vorgehen gegenüber unseren städtischen Partnern.»

Beiträge via Lotteriefonds zurückholen?

Anders beurteilt man die Situation naturgemäss bei den Bürgerlichen, allerdings ist auch dort zum Teil eine gewisse Verunsicherung spürbar. FDP-Landrätin Marianne Hollinger machte dann aber noch einen ganz konkreten Vorschlag: «Vielleicht sollten wir versuchen, die gestrichenen Beiträge via Lotteriefonds zurück zu holen.»

(Regionaljournal Basel, 12.03)