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Wochengast: Stefan von Bartha
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Basel Baselland «Kunstwelt muss aufpassen, dass sie ihren Ruf nicht ruiniert»

Für den Basler Galeristen Stefan von Bartha (35) ist die Art-Woche die wichtigste Zeit im Jahr. An der Kunstmesse müsse seine Galerie zeigen, dass sie gute Arbeit leiste und aufregende Kunst anzubieten habe. Stefan von Bartha betrachtet den Kunstmarkt jedoch auch mit kritischen Augen.

Für viele Besucherinnen und Besucher ist die Zeit an der Kunstmesse Art Basel verbunden mit langen Nächten und wilden Partys. Nicht so für Stefan von Bartha. Der Basler Galerist sagt: «Alkohol und Partys sind in dieser Woche für mich Tabu.»

Der Grund: Die Art-Woche sei für seine Galerie die wichtigste Zeit des Jahres. «Die Art ist der Moment, an dem wir zeigen müssen, was wir können und was wir ein halbes Jahr lang vorbereitet haben.»

20'000 Besucher

Mehr als 20'000 Leute aus der ganzen Welt, schätzt von Bartha, würden den Stand seiner Galerie besuchen. «Insofern ist die Art jener Moment, an dem wir uns dem grössten internationalen Publikum präsentieren können.»

Mit der diesjährigen Art ist der junge Galerist zufrieden. «Zwar läuft das Geschäft etwas langsamer als im letzten Jahr. Aber der Kunstmarkt war in letzter Zeit ohnehin etwas überhitzt.»

40 Millionen Franken für Jeff Koons

Er kritisiert die teilweise schwindelerregenden Summen, die für Kunstwerke ausgegeben werden. «Es ist doch verrückt, 40 Millionen Franken für ein Werk von Jeff Koons zu zahlen. Für dieses Geld kannst du dir ein Haus von Herzog & de Meuron bauen lassen, das gefüllt ist mit guter Kunst.»

Diese hohen Preise hätten einen schlechten Einfluss auf die Kunstwelt. «Es geht immer nur ums Geld. Wir müssen aufpassen, dass wir unseren Ruf nicht ruinieren.» Der Kunstmarkt komme ihm bisweilen vor wie die Bankenwelt vor dem Kollaps von 2008.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)

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