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Basel Baselland Kurdenprotest in Basel - Gefahr von Ausschreitungen besteht

Die Organisatoren der nationalen Protestdemonstration gegen den Terror des IS erwarten morgen 2000 bis 3000 Demonstranten in Basel. Mitorganisator Mazlum Iscen sieht eine Gefahr für gewalttätige Auseinandersetzungen unter anderem auch bei der eigenen Jugend. Er ruft zur Mässigung auf.

Schweizer Kurden demonstrieren gegen die Gewalt in Syrien (Bild einer Kundgebung in Genf).
Legende: Schweizer Kurden demonstrieren gegen die Gewalt in Syrien (Bild einer Kundgebung in Genf). Keystone

Immer wieder demonstrierten in den letzten Tagen Kurden in Basel für ihre Anliegen. Morgen kommt es zur ersten grossen, nationalen Demonstration. Zum ersten Mal schliessen sich politische Gruppen aus der Schweiz und Kurdistan gegen den IS Terror zusammen.

Gefahr von gewalttätigen Auseinandersetzungen

Es besteht die Gefahr gewalttätiger Auseinandersetzungen. Mitorganisator Mazlum Iscen sieht eine Gefahr in der eigenen Jugend. Die sei leicht zu provozieren. «Wir haben mit unseren Jungen gesprochen und sie aufgefordert, sich ruhig zu verhalten.»

Eine weitere Gefahr besteht darin, dass radikale Gruppen die Demonstration für ihre eigenen Zwecke missbrauchen und Gewalt anzetteln. Auch diese Gefahr sieht Mazlum Iscen. «Wir begleiten mit unseren Leuten den ganzen Zug links und rechts und schreiten bei Sachbeschädigungen sofort ein.»

Basel als Kurdenhochburg

Die Organisatoren erwarten zwischen 2000 und 3000 Demonstranten. Diese hohe Zahl erstaunt nicht, leben im Raum Basel doch über 10'000 Kurden. Dies entspricht einem Drittel der Kurden in der ganzen Schweiz. Die genaue Zahl kennt man nicht, da Kurdistan keine Nation ist und die Kurden daher nur mit ihrer nationalen Identität erfasst werden.

Das Zusammenleben fördern in Basel kurdische Kulturvereine. In ihnen werden das Brauchtum und vor allem auch die Sprache weiter gepflegt. Vor allem die gemeinsame Sprache ist enorm wichtig. Geht sie verloren, so geht auch der Zusammenhalt der Kurden aus den verschiedenen Ländern Irak, Iran, Syrien, Russland und der Türkei verloren.

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