Landrat deutlich für Solaranlagen in dörflichen Kernzonen

Das Baselbieter Parlament spricht sich dafür aus, dass Solaranlagen bald auch in dörflichen Kernzonen errichtet werden können. Diese waren bisher geschützt. Zwar fällt der Entscheid erst später, die zustimmende Haltung des Landrats ist aber bereits klar.

Dächer historischer Häuser in einer Strasse im Muttenzer Dorfkern. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zustimmende Signale aus dem Landrat, dass bald z.B. auch in Muttenzer Dorfkern Solaranlagen gebaut werden können. Paul Menz

Im Kanton Baselland sollen neu auch mitten im Dorf Solaranlagen auf Hausdächern in Kernzonen errichtet werden können. Der Landrat hat sich in seiner ersten Beratung deutlich für eine entsprechende Änderung des Raumplanungsgesetzes ausgesprochen. Zustimmung gab es dafür aus allen Parteien.

Das Gesetz soll in der entscheidenden zweiten Lesung so geändert werden, dass in Kernzonen Solaranlagen erlaubt werden sollen. Fürs Erstellen braucht es allerdings noch eine Bewilligung. Bereits heute können Solaranlagen ohne Bewilligung auf Dächern ausserhalb von dörflichen Kernzonen gebaut werden. Anteilmässig sind dies rund 95 Prozent der Dächer im Baselbiet.

 Baudirektorin Sabine Pegoraro bekräftigte im Landrat, dass sie alles dran setzen werde, das neue Gesetz nach dem Ja des Parlaments so bald als möglich einzuführen und umzusetzen.