Tennis Marco Chiudinelli geniesst seinen Beruf

Marco Chiudinelli macht einen entspannten Eindruck kurz nach Weihnachten. Das hat auch seinen Grund: Chiudinelli hat im Dezember hart gearbeitet und sich dann über Weihnachten zwei trainingsfreie Tage gegönnt.

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Bildlegende: Trotz Niederlage im Davis Cup gegen Italien, erinnert sich Chiudinelli gerne an die Partie zurück. Keystone

Weihnachten sei eine schöne Zeit, sagt Marco Chiudinelli, die Nummer 120 der Tennis-Weltrangliste: «Ich bin dann zuhause und habe Zeit für Familie und Freunde.»

Was er seinen Liebsten auf Weihnachten schenkte, wollte er nicht verraten: «Geschenke sind was Persönliches», sagt er. Er selber habe aber Winterreifen für sein Auto erhalten. «Das war notwendig, denn ich bin den ganzen Dezemer mit Sommerpneus herumgekurvt.»

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Fakten zum Alltag

Während Roger Federer im Rampenlicht der Weltöffentlichkeit steht, sieht Chiudinellis Alltag anders aus. Im vergangenen Jahr hat er brutto rund 200'000 Dollar Preisgeld verdient. Er hat an 33 Turnieren gespielt und dabei in Polen den Titel geholt. Seine Flüge und seine Hotelunterkünfte während des Turniers bezahlt und organisiert er selber.

Der Winter in Australien

Kurz nach Weihnachten, am 27. Dezember, flog Marco Chiudinelli in Richtung Australien. Dort, wo jedes Jahr die neue Tennissaison beginnt. An den Australien Opens, dem ersten Grandslam im Jahr, hofft er, sich für das Haupttableau zu qualifizieren.

Wie seine Karriere weiterläuft, ist noch ungklar. Ein mögliches Szenario sei es, dass er an den Basler Swiss Indoors seinen Rücktritt bekannt gibt: «Ein Karrierenende ist nie etwas Schönes, aber ich möchte selber bestimmen, wann der Zeitpunkt dafür gekommen ist.»

Das sei auch der Grund, warum er trotz zahlreichen Verletzungen und drei Operationen an Ellenbogen und Knie, nicht mit dem Profitennis aufgehört habe und auch im 2017 nochmals Vollgas geben wolle.