Mit einem Brief gegen Baselbieter Sparpläne

Die Baselbieter Regierung will sparen, auch bei der Polizei. Bei der Polizei will sie 50 Stellen streichen, den Lohn um 1 Prozent kürzen und vorübergehend keine Polizistinnen und Polizisten mehr ausbilden. Den Baselbieter Polizisten geht das zu weit. Sie wehren sich auf die sanfte Art.

«Wir verzichten auf Kampfmassnahmen», sagt Sven Oppliger, der Präsident des Personalverbands Polizei Basel-Landschaft. Das heisst, die Baselbieter Polizei will nicht streiken. Sie wolle auch keine «schikanösen Verkehrskontrollen» machen, wie die städtischen Kollegen dies getan hätten, sagt Oppliger.

Mit Worten zum Erfolg

Die Baselbieter Polizei setzt auf Worte. Mit einem Brief und diversen Plakaten möchte sie die Bevölkerung an Board holen. «Wir wollen sensibilisieren», sagt Sven Oppliger. Wenn 10 Prozent der Stellen gestrichen werden, habe das einen Leistungsabbau zur Folge.Und darüber müsse die Bevölkerung informiert werden.

Voraussichtlich am nächsten Samstag sei das Informationsschreiben in den Briefkästen: «Der Brief wird nicht flächendeckend verschickt», sagt Oppliger, dafür fehle das Geld.

An der ausserordentlichen Generalversammlung am Montagabend waren von 350 Mitgliedern rund 110 Polizistinnen und Polizisten anwesend. Präsident Sven Oppliger ist zufrieden mit dieser Zahl: «An einer ordentlichen GV sind meist etwa 60 Personen anwesend.» Dies zeige auch, dass die Polizistinnen und Polizisten von den Sparmassnahmen betroffen und verunsichert sind.

(Regionaljournal Basel; 17:30 Uhr)