Muttenz senkt die Preise für die Abfallentsorgung

Der Grund: Die Gebühren für die Kehrichtanlage Basel sind geringer als in den Vorjahren.

Kehrichtverwertungsanlage in Basel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kehrichtverwertungsanlage in Basel. Juri Weiss

In Muttenz kostet die Gebührenmarke für einen normalen Abfallsack derzeit zwei Franken - ab kommenden Jahr soll sie 20 Rappen günstiger sein. Der Grund: Die Abfall-Kasse der Baselbieter Gemeinde ist prall gefüllt, da in den vergangenen Jahren die Einnahmen höher waren als die Ausgaben.

Die Verbrennung von normalem Haushaltabfall sei günstiger geworden, sagt Patricia Enzmann, Leiterin der Abteilung Umwelt in Muttenz, gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. «Seit Anfang Jahr zahlen wir zehn Prozent weniger an die Kehrichtverwertungsanlage Basel.»

Abfall-Entsorgung ist für alle günstiger

Das Verbrennen des Abfalls sei für alle Baselbieter Gemeinden günstiger geworden, bestätigt ein Sprecher der Industriellen Werke Basel (IWB), welche die Kehrrichtverwertungsanlage betreiben. Es sei daher möglich, dass in Zukunft nach Muttenz auch noch andere Baselbieter Gemeinden die Abfallgebühren senken. Letztlich muss das aber jede Gemeinde individuell entscheiden.

Keine günstigeren «Bebbi-Säcke»

Anders sieht es in Basel aus. Die «Bebbi-Säcken» werden nicht günstiger. Zwar profitiere auch Basel-Stadt von den tieferen Preisen bei der Abfall-Verbrennung, weil das «Bebbi-Sack-System» aber nicht kostendeckend sei, würden die Preise nicht sinken, erklärt Jürg Hofer, Leiter des Basler Amts für Umwelt und Energie: «Die Abfallgebühren reichen nicht aus, um die Kehrichtentsorgung zu finanzieren. Wir benötigen dafür auch noch Steuergelder. Solange das so ist, können wir die Preise für die Abfallsäcke nicht senken.»