Novartis kann in Italien aufatmen

Die italienischen Behörden haben die Ermittlungen wegen des Novartis-Impfstoffes «Fluad» eingestellt. «Fluad» war im Visier der Behörden, nachdem mehrere Menschen gestorben waren, nachdem sie sich impfen liessen.



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Bildlegende: War etwas mit dem Novartis-Impfstoff nicht in Ordnung? Die italienische Justiz ermittelt Keystone

Offenbar gibt es keinen Zusammenhang zwischen dem Tod von insgesamt 19 Menschen und dem Impfstoff «Fluad». Die italienischen Behörden haben die Ermittlungen gegen den Novartis-Impfstoff eingestellt. Das berichtet die Nachrichtenagentur sda am Montagabend.

Ein zweiter Impfstoff im Visier

Am letzten Donnerstag wurde der Novartis Grippe-Impfstoff «Fluad» in Italien aus dem Verkehr gezogen. Er wurde in Verbindung gebracht mit mehreren ungeklärten Todesfällen. Am Montag weiteten die italienischen Behörden ihre Ermittlungen auf einen weiteren Impfstoff aus: «Agrippal».

Novartis gab sich im Vorfeld, noch bevor die italienischen Behörden die Ermittlungen wegen «Fluad» einstellten, optimistisch. In einer Stellungnahme schreibt Novartis: «Im Hinblick auf die vorsorgliche Suspendierung zweier Chargen des Grippeimpfstoffs Fluad in Italien hebt Novartis hervor, dass bisher kein kausaler Zusammenhang mit dem Impfstoff nachgewiesen werden konnte.»

Auch in Italien selbst gab man sich optimistisch. Der Chef der italienischen Arzneimittelbehörde hat vor Abschluss der Tests öffentlich gesagt, dass er sicher sei, dass mit dem Impfstoff alles in Ordnung sei. In Italien erklärt man sich die Todesfälle damit, dass die Verstorbenen alle schon alt relativ alt waren. Mindestens acht waren älter als 80 Jahre alt.

(Regionaljournal Basel, 06:32 Uhr)