Pegoraro will trotz Finanzflaute weiter Strassen ausbauen

Nach dem Nein zur Erhöhung des Vignettenpreises bleiben die kantonalen Autobahnen in der Verantwortung der Kantone. Besonders das Baselbiet kommt das teuer: Baudirektorin Sabine Pegoraro will aber einige Strassen trotz der angespannten Situation in der Baselbieter Kantonskasse weiter ausbauen.

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Bildlegende: Das Baselbiet will trotz knapper Finanzen neue Strassen bauen Colourbox

Baudirektorin Sabine Pegoraro will nicht auf den Strassenbau im Baselbiet verzichten und rechnet vor, dass dies Kosten in Höhe eines dreistelligen Millionenbetrag verursacht. Auch wenn nach dem Nein zur Erhöhung des Vignettenpreises kein Geld mehr vom Bund kommt und auch wenn das Baselbiet in einer finanziell schwierigen Situation ist, sei ein Ausbau der Strassen wichtig, betont Pegoraro gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF: «Die Leute stehen jeden Tag im Stau. Sie ärgern sich darüber und deshalb müssen wir etwas unternehmen.» Weiter betont sie, dass ein Strassenausbau auch für die wirtschaftliche Entwicklung wichtig ist.

Autofahrer sollen bezahlen

Konkret will Sabine Pegoraro zwei Projekte anpacken: Die Umfahrung Liestal, für 160 Millionen Franken und der Vollanschluss bei Aesch, für 55 Millionen Franken. Finanzieren will Pegoraro die Projekte über einen Strassenfonds. Dabei sollen die Strassennutzer, also die Autofahrer, direkt an die Baukosten zahlen. Die Regierung muss jetzt eine Vorlage ausarbeiten und diese dann dem Landrat vorlegen.