Pilotprojekt in Alterspflege Baselbieter Spitex führt neu eine Pflegewohnung

Eine Pflegerin misst den Blutdruck einer älteren Frau Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In der eigenen Wohnung, statt im Altersheim gepflegt werden. Das wünschen sich viele Betagte. Keystone

Für viele ältere Menschen kann bereits ein kleinerer Zwischenfall, wie etwa ein Sturz, den Schritt in ein Altersheim bedeuten. Für viele Betagte ist das eine bedrohliche Vorstellung. Dem Wunsch, möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben zu können, möchte die Spitex «Allschwil, Binningen, Schönenbuch» jetzt mit einem neuen Projekt Rechnung tragen.

Vorübergehende Intensivpflege

Alte Menschen, die eine Krise durchmachen, möchte die Spitex der drei Gemeinden in einer speziell dafür eingerichteten Wohnung wieder gesund pflegen, erklärt der Leiter Peter Kury. «Die Leute sollen aber nur vorübergehend in unsere Spitex-Wohnung. Damit wollen wir den Schritt in ein Altersheim verhindern.»

Denn während die Betroffenen genesen, wolle man parallel an Lösungen arbeiten, um den Pflegealltag in der gewohnten Umgebung wieder zu ermöglichen. Das könne von praktischen Alltagshilfestellungen bis hin zu therapeutischen Massnahmen reichen, so Kury. Damit versuche man die Negativspirale zu durchbrechen. Nämlich, dass ältere Menschen nach einer Krise gleich ins Altersheim kommen und danach nur in den wenigsten Fällen den Weg zurück in die eigene Wohnung meistern.

Das Pilotprojekt der Spitex «Allschwil, Binningen, Schönenbuch» soll nach drei Jahren ausgewertet werden. Es kostet rund 700'000 Franken und wird unter anderem durch Stiftungen finanziert.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)