Prämien-Schock geht weiter

Die beiden Basel sind Spitzenreiter, was die Ausgaben für die Gesundheit angeht. In praktisch keinem anderen Kanton gibt die Bevölkerung 2015 so viel Geld für ihre Gesundheit aus. Das wirkt sich auf die Krankenkassenprämien aus.

In Basel-Stadt und Basel-Landschaft steigen die Krankenkassenprämien auch im 2016 überdurchschnittlich. Zu diesem Schluss kommt der Internetvergleichsdienst Comparis.

In der Stadt steigen sie voraussichtlich um 4.6 Prozent. Das heisst, die durchschnittliche Prämie steigt um 230 Franken pro Jahr. Im Baselbiet ist der relative Anstieg höher, nämlich 5.6 Prozent. In Franken ausgedrückt bedeutet dieser Anstieg ein Plus von 217 Franken pro Jahr.

In der Schweiz wächst die Prämie durchschnittlich um 173 Franken. Die beiden Basel liegen also weit über dem Schnitt. Basel-Stadt befindet sich auf Platz 3, Baselland auf Platz 6 von 26 Kantonen.

Das Angebot steuert die Nachfrage

Warum steigen die Prämien in der Region erneut so stark? Felix Schneuwly, Krankenkassen-Experte des Internetvergleichsdienstes Comparis, findet eine einfache Antwort darauf. Erstens seien die Patientinnen und Patienten schuld: «In den Regionen, in denen mehr Leistungen konsumiert werden, steigen die Kosten auch stärker.» Der zweite Grund: Das Überangebot. In der Region Basel habe es zum Beispiel zu viele Spezialisten.

Der Prämienentwicklung könne man auf zwei Arten entgegenwirken, sagt Felix Schneuwly. Erstens: Sich zweimal überlegen, ob man eine Operation wirklich braucht. Zweitens: eine bessere Spitalplanung. Nur so könne man die Kosten wieder in den Griff bekommen, ist Felix Schneuwly überzeugt.

Die effektiven Prämien fürs 2016 veröffentlicht das Bundesamt für Gesundheit am Donnerstag.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)