Referendum gegen Erlenmatt-Tram: Gehen Bundesgelder verloren?

Das angekündigte Referendum gegen das Erlenmatt-Tram gefährdet Bundesgelder - und sende falsche Signale nach Bern. Das findet zumindest der Leiter des Agglomerationsprogramm Basel, Patrick Leypoldt.

Trams kreuzen sich am Marktplatz Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Trams vor dem Basler Rathaus - Das Parlament hat die Tramlinie durch das Erlenmattquartier bereits abgesegnet. Juri Weiss

Das von den bürgerlichen Parteien in Basel angekündigte Referendum gegen das geplante Erlenmatt-Tram könnte sich als kontraproduktiv erweisen. Das findet zumindest der Geschäftsführer des Agglomerationsprogramms Basel, Patrick Leypoldt.

Falsche Signale nach Bern

Zum einen, weil der Stadtkanton damit einfach auf rund 12 Millionen Franken an Bundesgelder verzichten würde. Und andererseits, weil der Bau des Erlenmatt-Trams in einem 2011 verabschiedeten Vertrag vereinbart worden sei: «Verzichtet man nun auf dieses Geld, sendet man für nächste Projekte die falschen Signale aus» sagt Leypoldt.

Die bürgerlichen Parteivertreter beeindrucken diese Vorwürfe allerdings nicht besonders: «Der Löwenanteil des Erlenmatt-Trams, rund 55 Millionen, müssten immer noch wir bezahlen» findet CVP-Grossrat Remo Gallacci. Und punkto Signale nach Bern, findet er, der Bund habe in letzter Zeit Verkehrsprojekte aus dem Raum Basel zurückgestuft - da sei ihm umgekehrt auch nicht wichtig gewesen, «was wir hier in der Region davon halten.»