Regionale Politiker wollen die Expo nach Basel holen

Nach dem Nein zur Landesausstellung in der Ostschweiz soll nun die Nordwestschweiz in die Bresche springen. In den Kantonsparlamenten von Basel-Stadt und Baselland wurden Vorstösse eingereicht. Politiker von links bis rechts unterstützen das Vorhaben.

Jean Nouvels Monolith auf der Arteplage der Expo.02 in Murten/Morat, aufgenommen im Oktober 2002. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vorbild Expo 02: der Monolith von Jean Nouvel in Murten. Keystone

Parlamentarier aus Basel-Stadt und Baselland verlangen von ihren Regierungen eine Machbarkeitsstudie zur Expo. Damit reagieren sie auf Volkentscheide in der Ostschweiz. Die Kantone Thurgau und St. Gallen sagten Nein zu Planungskrediten für eine Expo in der Ostschweiz im Jahr 2027.

Nun soll die Region Basel in die Bresche springen, finden Parlamentarier aus allen grossen Parteien. Klaus Kirchmayr, Landrat der Grünen, begründet die Expo-Idee: «Sie könnte wichtige Projekt wie die Regio-S-Bahn oder ein Universitäts-Campus in Liestal beschleunigen und unterstützen.»

Nun sei auch der richtige Zeitpunkt, um die Idee einer Expo in der Nordwestschweiz zu lancieren. «Wir haben schwierige Zeiten hinter sich, insbesondere der Kanton Baselland, die Talsohle ist aber erreicht. Und eine Expo könnte die Aufbruchstimmung verstärken», hofft Klaus Kirchmayr.

In die Expo einbezogen werden sollen neben den beiden Basel auch die anderen Nordwestschweizer Kantone Aargau, Solothurn und Jura. Möglich sei es auch, mit den grenznahen Gebieten in Deutschland und Frankreich zusammenzuarbeiten.