Rheintunnel für Basler Osttangente rückt näher

Das Bundesamt für Strassen ASTRA ist bereit, zwischen Birsfelden und der Nordtangente in Basel einen Autobahn-Tunnel zu finanzieren. An einem zusätzlichen Anschluss an die Deutsche Autobahn muss sich der Kanton aber beteiligen. Mit welchem Betrag ist noch nicht klar.

Autos und ein Velo auf der Osttangente Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Osttangente führt über die Schwarzwaldbrücke, von Norden nach Süden. Juri Weiss

Rund 1,4 Milliarden Franken kostet der Rheintunnel laut früheren Schätzungen. Der Tunnel soll die chronisch überlastete Osttangente entlasten. Die Kosten für den Tunnel übernimmt der Bund. Erste Ingenieur-Aufträge seien bereits vergeben worden, hiess es an einer Medienorientierung am Montag.

Neben dem Rheintunnel planen Bund und Kanton noch einen zusätzlichen Zubringer zur deutschen Autobahn. Dieser Zusatz-Ast könnte die Osttangente um weitere 20'000 Fahrzeuge entlasten. Die Kosten dafür werden auf 300 Millionen Franken geschätzt.

Basel soll zusätzlichen Anschluss mitfinanzieren

Das ASTRA will diesen Betrag aber nicht alleine finanzieren. Der Bundesbeitrag hänge davon ab, wie gross der Nutzen für die Nationalstrassen ist. Den Rest muss Basel-Stadt möglicherweise alleine übernehmen, da Baselland bereits früher abgewinkt hatte. Dies obwohl auch für die Baselbieter Gemeinde Birsfelden der Nutzen gross wäre. Wie hoch der Betrag für Basel-Stadt ausfällt ist aber noch nicht bekannt

Neben den Finanzierungs-Vorschlägen haben das ASTRA und der Kanton auch den Zeitplan präsentiert. So soll das generelle Bauprojekt bis 2018 vorliegen. Baubeginn wäre ab 2029. Zwischen 2018 und voraussichtlich 2025 saniert das ASTRA bei laufendem Verkehr die bestehende Osttangente.

Die Osttangente gehört zu den am meisten befahrenen Autobahn-Abschnitten der Schweiz. Bis zu 150'000 Fahrzeuge sind täglich auf diesem Abschnitt unterwegs. Fast täglich kommt es deswegen zu langen Staus. 2008 präsentierten Kanton und Bund ein Ausbauprojekt. Dieses stiess aber auf grossen Widerstand bei der Bevölkerung. Darum wurde in der Folge die Tunnellösung vorgeschlagen.