Sandra Thalmann: «Ich habe zu früh gejubelt»

Einen geeigneten Platz für ihre Olympia-Bronzemedaille hat Sandra Thalmann in ihrem Heim in Pratteln noch nicht gefunden. Dafür aber «Fanpost» erhalten - zum Beispiel von Politikern. Verständlich, denn die Eishockeyanerin hat mit der Nati Sportgeschichte geschrieben.

Sandra Thalmann mit Medaille vor ihrem Haus. Im Hintergrund ein Banner. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Für Sandra Thalmann ging mit dem Gewinn der Bronzemedaille ein Traum in Erfüllung. SRF

Sandra Thalman ist 21 Jahre alt. Sie lebt mit ihrer Familie in Pratteln. Seit ein paar Wochen hat sich das Leben der Polymechanikerin aber gewaltig verändert. Sie ist eine gefragte Frau bei den Medien. Der Grund: Sandra Thalman hat - zusammen mit ihren Schweizer Teamkolleginnen - die Bronzemedaille an den Olympischen Spielen in Sotschi im Eishockey gewonnen.

«  Ich vertraue mir immer noch am meisten. »

Sandra Thalmann

Die letzten Minuten des letzten Drittels im kleinen Final waren für Sandra Thalmann nervenaufreibend. «Ich glaube, ich habe schon paar Sekunden vor dem Schlusshorn gejubelt», sagt Sandra Thalmann gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF und fügt hinzu: «Das Ertönen des Horns war der schönste Moment dieser Spiele. Das werde ich nie vergessen.»

Sie selber habe auch eine Woche nach dem Gewinn der Bronzemedaille noch nicht wirklich begriffen, was sie erreicht hat. «Das muss sich zuerst mal setzen.». Erreicht haben Thalmann und ihre Kolleginnen viel. Sie haben Sportgeschichte geschrieben: Noch nie hat ein Schweizer Frauenteam eine olympische Medaille gewonnen.

Der Empfang am Flughafen war unglaublich

In Sotschi selber war Sandra Thalmann mit dem Wettkampf und dem Training beschäftig. Viel Zeit, sich andere Wettkämpfe anzuschauen, blieben der jungen Prattelerin nicht. Überwältigt zeigt sich Thalmann aber vom Empfang am Flughafen: «Dass so viele Menschen auch wegen uns da waren, ist einfach riesig.»

Sandra Thalmann scheint mit dem ungewohnten Rummel um ihre Person professionell umzugehen. Auch «Fanpost» habe sie erhalten, sogar von Politikern, sagt sie im Gespräch. Der Ruhm verbreitet sich eben rasch.