Schwierige Finanzsituation Basler Sportvereine

Sportvereine aus der Nordwestschweiz spielen in der höchsten oder zweithöchsten Spielklasse. Ihre finanzielle Sitution ist nicht einfach. Der RTV und die Starwings mussten ihre Budgets in den letzten Jahren nach unten korrigieren. Sm'Aesch Pfeffingen ist Präsident und Mäzen abhängig.

Volleyballerinnen im Matsch. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sm'Aesch Pfeffingen, hier im Einsatz gegen Neuenburg, hängt am finanziellen Tropfen des Präsidenten. Keystone

Der RTV Basel hat ein Budget von ca. 200'000 Franken. Löhne für Spieler oder Trainer bezahlt der Verein nicht. Alle arbeiten ehrenamtlich. Der Spielbetrieb ist gesichert und wird durch ca. 30 Sponsoren abgedeckt. Eine kleine Schuld aus früheren Jahren besteht noch. Wie hoch sie ist, dies möchte Präsident Alex Ebi nicht sagen.

Die Situation der Basketballer von Star Wings sieht anders aus. Ein Defizit aus früheren Jahren belastet immer noch die Kasse. Die Liga drohte dem Verein, falls das Defizit von gut 90'000 Franken nicht um 25'000 Franken reduziert würde, so würde ihnen die Lizenz entzogen. Der grösste Ausgabeposten sind die Löhne für die Profispieler.

Defizit wegen sportlichem Erfolg

Das Defizit der Basketballer aus Birsfelden hat einen direkten Zusammenhang zu ihrem sportlichen Erfolg. Vor ein paar Jahren gewannen sie den Schweizer Cup. Verträge mit Erfolgsprämien brachten den Verein in Schieflage. Die Verantwortlichen glaubten, dass Dank des Erfolges mehr Sponsorengeld fliessen würde. Das war aber ein Trugschluss.

In der grössten Abhängigkeit von einem Geldgeber sind die Spielerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen. Zusammen mit der Jugendakademie benötigen sie ein Budget von knapp 500'000 Franken. Präsident und Mäzen Werner Schmid ist auch in Zukunft weiterhin bereit, sein finanzielles Engagement beizubehalten. Er überlegt sich aber, die Mittel auf verschiedene Träger zu verteilen.

Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr