So machen Basler Spitzensportler Fasnacht

Spitzensportler wie die Bikerin Katrin Leumann, der Handball-Goalie Pascal Stauber oder der ehemalige Fussball-Internationale Adrian Knup sind nicht nur Sportler, sondern auch begeisterte Fasnächtler. Trotz Trainings oder Wettkampf-Einsätzen schaffen sie es, ihre Fasnachts-Leidenschaft auszuleben.

Katrin Leumann mit Larve auf dem Bike Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Katrin Leumann bringt Fasnacht und Sport unter einen Hut. zvg

Auch Sportler machen Fasnacht. Allerdings müssen sie dabei sehr flexibel sein. Dies zeigt das Beispiel der Mountainbike-Europameisterin Katrin Leumann. Eben noch befand sie sich im Trainingslager auf Zypern und schon fliegt sie in die Schweiz zurück, um noch rechtzeitig am Morgenstraich teilzunehmen: «Wir haben noch ein Rennen auf Zypern, aber ich reise am Sonntag noch nach Basel. Diesen Stress nehme ich gerne auf mich, um am Montag um vier Uhr früh in Basel sein kann», so Leumann gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Viel Schlaf und kein Alkohol

Katrin Leumann macht seit einigen Jahren bei den Gässli Trampern aktiv Fasnacht. Dies mit dem Sport zu koordinieren fällt ihr als Profi fast leichter als früher, als sie noch als Kindergärtnerin gearbeitet habe: «Früher hatte ich Ferien für Trainingslager gebraucht. Da kam die Fasnacht eher zu kurz.» Jetzt aber könne sie es eher einrichten, an der Fasnacht zuhause zu sein. Wenn sie an der Fasnacht mit dabei ist, dann achte sie aber darauf, genug zu schlafen und sie verzichte auf Alkohol.

Ähnliche Erfahrungen haben auf der andern Seite auch RTV-Goalie Pascal Stauber und der ehemalige FCB-Stürmer Adrian Knup gemacht. Beide sind an der Fasnacht jeweils auf einem Wagen unterwegs. Zwischendurch jedoch mussten sie die Teilnahme an der Fasnacht wegen eines sportlichen Einsatzes unterbrechen. So verpasste Pascal Stauber vor zwei Jahren wegen eines Entscheidungsspieles um den Einzug in die Finalrunde die beiden ersten beiden Fasnachtstage: «Das hat eine tiefe Kerbe bei mir hinterlassen. Aber da ist man Sportler genug und lässt das Team nicht im Stich.» Und Adrian Knup, der seit seinem letzten Jahr als Fussball-Profi bei der Logen-Clique aktiv an der Fasnacht teilnimmt, ergänzt: «Der Trainer hat nicht so Freude daran gehabt, aber wenn es nur jeweils während eines Nachmittags ist, lässt sich das durchaus verkraften.»

Für einmal anonym unterwegs

Abgesehen davon, und dabei schmunzelt Adrian Knup ein wenig, mache es grossen Spass, sich als Prominenter ein paar Tage hinter einer Larve zu verstecken: «Man wird wirklich nicht erkannt. Und das ist sehr schön, so durch die Stadt zu fahren und einmal den einen oder anderen anzuzünden. Sonst wird man als Fussballer auch immer mal angezündet und so kann man das einmal auf der anderen Seite geniessen.»